Polystyrol kann wieder normal entsorgt werden

16.12.2016
Auf ihrer letzten Sitzung des Jahres 2016 haben die Bundesländer im Bundesrat unter anderem über eine Änderung der Verordnung des Europäischen Abfallverzeichnisses (Abfallverzeichnis-Verordnung - AVV) beraten. Eingereicht war ein Antrag aus dem Saarland, in dem unter anderem die Rückstufung des Hexabromcyclododecan (HBCD) haltigen Polystyrols als ungefährliche Abfallart gefordert wurde. Dem hatte sich auch Nordrhein-Westfalen (NRW) angeschlossen. Die Rückstufung soll allerdings auf ein Jahr befristet sein und HBCD zum 1.1.2018 wieder als gefährlicher Abfall eingestuft werden.

Mit der erforderlichen Mehrheit wurde im Bundesrat dafür gestimmt, den NRW-Antrag der Bundesregierung zuzuleiten. Angekündigt war, dass das Bundeskabinett auf seiner Sitzung am 21. Dezember den Beschluss durchwinken würde. Handwerksverbände, unter anderem auch der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) begrüßten diesen Beschluss, auch wenn man lieber den Saarländischen Antrag befürwortet hätte. Dann, so ZVDH-Präsident Karl-Heinz Schneider, „hätten wir den Entsorgungsnotstand dauerhaft vom Tisch gehabt“. Schneider ist davon überzeugt, dem Gesetzgeber nachweisen zu können, dass die Vorgaben der EU-POP-Verordnung auch ohne Einstufung von HBCD als gefährlicher Abfall funktionieren.

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