15.3.2016

Nicht überall mehr Wohneigentümer

Viele Bundesbürger haben sich in den vergangenen Jahren ihren Wunsch nach den eigenen vier Wänden erfüllt. Doch auf die neuen Länder trifft diese Entwicklung nicht zu. Einer neuen Vergleichsstudie der BHW Bausparkasse zufolge dürfte ihr Rückstand bei der Eigentumsbildung weiter zunehmen, wenn nicht gegengesteuert wird.
Gute Wirtschaftslage und günstiges Baugeld haben einen regelrechten Nachfrageboom bei Immobilien ausgelöst, vor allem in großen Städten. Gegenüber 2012 hat sich der Anteil der Wohneigentümer um vier Prozentpunkte erhöht. Heute besitzen 51 Prozent der Deutschen eigene vier Wände. Vor vier Jahren waren es noch 47 Prozent.

Westdeutsche vorn
Die Zahl der Eigentümer im Osten der Republik ist im gleichen Zeitraum um zwei Prozentpunkte auf 42 Prozent gesunken. Im Westen stieg sie um fünf Punkte auf 53 Prozent. "Die eigene Immobilie erhöht die Lebensqualität und hilft, die Altersvorsorge zu sichern", erklärt Dr. Jörg Koschate, Generalbevollmächtigter der BHW Bausparkasse. "Die neu aufgelegten Wohnungsbauprogramme sollen mehr Anreize geben, Mieter mit bezahlbaren Wohnungen zur Eigentumsbildung zu ermutigen." Eine Stellschraube wäre die Senkung der Grunderwerbsteuer. In allen neuen Ländern bis auf Sachsen wurde die Steuer seit 2011 erhöht.
Erwerbspläne?
Wohneigentum wünschen sich auch viele Mieter zwischen Rostock und Leipzig, und zwar laut dieser Umfrage 22 Prozent. Fest geplant haben das allerdings lediglich drei Prozent. "Ziel muss es sein, möglichst viele Mieter zu überzeugen, dass Erwerb realisierbar ist", betont Koschate. Im Westen wollen 29 Prozent der Mieter Eigentum, eine konkrete Planung verfolgen 17 Prozent.

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