Staatliche Zuschüsse für barrierefreie Bäder

23.1.2017
Frust pur Mitte 2016 bei vielen Renovierungswilligen, die vom staatlichen Zuschuss für den barrierefreien Umbau ihrer Badezimmer profitieren wollten: bereits wenige Monate nach dem Start waren die Geldtöpfe KfW Bankengruppe leer (SKS berichtete).

Jetzt aber gibt es wieder Geld: Seit dem 3. Januar 2017 können private Eigentümer und Mieter erneut Zuschüsse für Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren wie Stolperschwellen oder beengte Raumverhältnisse bei der KfW Bankengruppe beantragen. Vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) wurden dafür 75 Mio. Euro zur Verfügung gestellt und damit rund 26 Mio. Euro mehr als 2016. Für Jens J. Wischmann, Sprecher der Aktion Barrierefreies Bad, eine gute Entscheidung, da sie nicht nur für Renovierer eine Entscheidungshilfe darstellt, sondern auch dem Sanitärhandwerk wieder zusätzlichen Argumentationsspielraum und Planungssicherheit bietet.

Allerdings rät Wischmann zum schnellen Handeln, denn trotz Aufstockung der Mittel dürfte es nach den Erfahrungen des letzten Jahres auch diesmal wieder eine rege Nachfrage geben und die Gefahr für die Bauwilligen groß sein, schon bald erneut in leere Töpfe schauen zu müssen.

Bei einer Mindestinvestition von 2 000 Euro können bis zu 5 000 Euro an Zuschuss fließen. Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen wie bisher u. a. die Schaffung bodengleicher Duschen, die Anpassung der Raumgeometrie sowie eine adäquate Modernisierung von Sanitärobjekten wie WCs und Waschtische.

Neu ist, dass die Mittel ausschließlich online über das sogenannte KfW-Zuschussportal beantragt werden können. Dazu gehören eine Registrierung und vor der Auszahlung ein Postident-Verfahren. Mit einer entsprechenden Vollmacht lässt sich der Antrag zudem nun auch über eine dritte Person stellen, wie zum Beispiel vom Planer oder aber den mit den Umbaumaßnahmen betrauten Badprofi. Ebenfalls gut zu wissen für das weitere Vorgehen: Die Förderzusage kommt laut KfW sofort. Und auch das erleichtet die Förderung: Nach Abschluss der Arbeiten bedarf es keiner weiteren Bestätigung des Fachunternehmers. Es reicht nun, wenn der Auftraggeber detaillierte Originalrechnungen und gegebenenfalls andere Nachweise zehn Jahre lang aufbewahrt und bei einer Überprüfung auf Verlangen vorlegt.

Informationen zu den Fördermöglichkeiten sind auf der KfW-Internetseite www.kfw.de/455 erhältlich. Aber auch die Aktion Barrierefreies Bad hilft. Auf ihrer Homepage www.aktion-barrierefreies-bad.de stellt sie in Kürze ein aktualisiertes Merkblatt zum Download zur Verfügung.

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