Wohnungsgenehmigungen weiter stark im Plus

24.3.2017
Im Jahr 2016 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 375 400 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, waren das 21,6 Prozent oder rund 66 700 Baugenehmigungen für Wohnungen mehr als im Jahr 2015. Die im Jahr 2009 begonnene positive Entwicklung setzte sich danach also auch im Jahr 2016 fort. Eine höhere Zahl an genehmigten Wohnungen habe es zuletzt im Jahr 1999 gegeben (440 800), so die Statistiker.

Von den im Jahr 2016 genehmigten Wohnungen waren 316 600 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+19,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Dieser starke Zuwachs zeigte sich vor allem in Mehrfamilienhäusern (+26,6 Prozent) und in Zweifamilienhäusern (+13,2 Prozent). Bei den Einfamilienhäusern blieb die Zahl der genehmigten Wohnungen im Jahr 2016 gegenüber 2015 unverändert. Prozentual am stärksten stiegen die Baugenehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen mit +109,7 Prozent (+13 100 Wohnungen). Zu dieser Kategorie zählen unter anderem Flüchtlingsunterkünfte. Ohne Berücksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen stiegen die Baugenehmigungen in neuen Wohngebäuden um 15,5 Prozent.

Deutliches Wachstum gab es 2016 auch bei Wohnungen, die durch genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen: mit 52 300 Wohnungen wurde der höchste Wert seit 1998 (58 100) erreicht. Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude erhöhte sich im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27,7 Millionen Kubikmeter auf 216,6 Millionen Kubikmeter (+14,7 Prozent). Diese Entwicklung sei sowohl auf einen Anstieg der Genehmigungen bei den öffentlichen Bauherren (+29,8 Prozent) als auch bei den nichtöffentlichen Bauherren (+13,3 Prozent) zurückzuführen, schreibt das Statistische Bundesamt in seinem Bericht.

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