16 17 STEINKERAMIKSANITAER.DE I. Quartal 2025 STEINKERAMIKSANITAER.DE I. Quartal 2025 PraxisundProjekte PraxisundProjekte Holzhaus als Baukonzept mit Symbolcharakter Holzhaus als Baukonzept mit Symbolcharakter Seit 2024 kann sich man in der Hamburger HafenCity darüber klar werden, wie die Zukunft des Bauens aussehen könnte. Das Gebäude ist 20 Stockwerke hoch und gilt als das derzeit höchste Holzhochhaus Deutschlands. „Roots“, übersetzt: „Wurzeln“ ist ein hybrides Gebäude aus Holz und Beton mit einem klaren Fokus auf Ressourcenschonung. Unter dem Strich zeigt das „Roots“, wie vielfältig und zukunftsorientiert urbanes Leben gestaltet werden kann. Der massive Einsatz von Holz reduziert den CO₂-Fußabdruck des Gebäudes und setzt ein starkes Zeichen für klimafreundliches Bauen. Dieses Konzept ermöglicht zudem die Erstellung von kompakten Fertigteilen und ermöglicht so eine schnelle Umsetzung, was auch Lärmemissionen in der Bauphase reduzierte. Für den Brand-, UV- und Feuchteschutz sorgt eine zweite Fassade aus Glas. Auch bei der Ausstattung war mit der Auswahl kreislauffähiger Materialien Ressourcenschonung ein zentrales Thema. Das beste Beispiel findet man in den Bädern der Wohneinheiten. Hier wurden Bade- und Duschwannen sowie Waschtische aus Stahl-Emaille eingebaut, einem bekanntermaßen vollständig recycelbaren Material. Diese Entscheidung unterstreicht das umfassende Konzept des Projekts, luxuriöse Nachhaltigkeit in allen Details zu verankern. „Die Wahl der Materialien ist entscheidend für die nachhaltige Qualität eines Gebäudes“, erklärt denn auch Kasimir Altzweig, Architekt und Mitinhaber von Störmer, Murphy and Partners. So finden sich in den Bädern unter anderem vom italienischen Designbüro Sottsass Associati entworfene Badewannen, die nicht nur ergonomisch und von Natur aus pflegeleicht sind, sondern mit ihrer Funktionalität und Ästhetik für ein außergewöhnliches Badeerlebnis sorgen. Das „Roots“ inspiriere aber nicht nur durch seine nachhaltige Bauweise, sondern auch durch seinen symbolischen Wert, so das Credo der Investoren. Es stünde für den Wandel hin zu einer umweltbewussten Architektur, die ökologischen Mehrwert mit ästhetischer Exzellenz verbindet. Insofern hat die HafenCity Hamburg ein neues Wahrzeichen gewonnen, eines, das über die Hansestadt hinausstrahlt. Es macht deutlich, dass nachhaltiges Bauen keine Einschränkung, sondern eine Bereicherung ist. Mit der Einbindung innovativer und langlebiger Materialien wird gezeigt, wie Ressourcenschonung, Design und Komfort in Einklang gebracht werden können. Objekt: Roots, Lucy-Borchardt-Straße 4, 20457 Hamburg, Botschaft der Wildtiere Eröffnung: September 2024 Nutzung: Wohnungsbau, Büro, Ausstellung Bauherr: Garbe Immobilien-Projekte GmbH, Hamburg & Deutsche Wildtier Stiftung, Hamburg Architekt: Störmer, Murphy and Partners GbR, Hamburg Ausführung: WBO GmbH, Hamburg Badausstattung: 126 Badewannen, Modell „Conoduo“, Design: Sottsass Associati (alle Kaldewei) Als Deutschlands höchstes Holzhochhaus mit 16 Stockwerken in Holzbauweise ist „Roots“ ein Symbol für die architektonischen und ökologischen Möglichkeiten der Zukunft. Der massive Einsatz von Holz reduziert den CO2-Fußabdruck des Gebäudes erheblich und setzt ein starkes Zeichen für klimafreundliches Bauen. Mit gutem ökologischen Gewissen die Aussicht genießen: Das „Roots“ zeigt, wie vielfältig und zukunftsorientiert urbanes Leben gestaltet werden kann. Auch die Ausstattung der Wohnungen entspricht den hohen ökologischen Ansprüchen, zum Beispiel dank der 100 Prozent kreislauffähigen Badewannen aus Stahl-Emaille. Holz trifft auf Stahl und Glas – Nachhaltigkeit konsequent gedacht Das „Roots“: Ein Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung Das Projekt befindet sich auf einem ca. 3.200 m2 großen Baufeld an der LucyBorchardt-Straße 2–8a im Elbbrückenquartier der Hamburger HafenCity. Die Hybrid-Bauweise trägt nicht nur zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks bei, sondern begrenzt auch Lärmemissionen bei der Umsetzung Fotos/Grafik: Kaldewei / das Holthaus / Störmer, Murphy and Partners Entworfen von den Architekten Störmer, Murphy and Partners und realisiert von der Garbe Immobilien-Projekte GmbH, will das „Roots“ ökologische Verantwortung und moderne Ästhetik vereinen und gilt als ein Symbol für die architektonischen und ökologischen Möglichkeiten der Zukunft. Insgesamt wurden im Rahmen der Realisierung 5 500 m³ PEFC („Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“) zertifiziertes Konstruktionsholz verbaut. Lediglich Unter- und Erdgeschoss sowie die Erschließungskerne und die Brandwände des Hybridbaus wurden als Stahlbetonkonstruktion geplant. Mit einer Bruttogeschossfläche von rund 36� 0�0�0�� ��� ����� ������ ���������� ���� ����� m²�s�i�n�d��d�a�m�i�t��i�n�s�g�e�s�a�m�t��1�8�1��W�o�h�n��- einheiten entstanden, davon 128 Eigentumswohnungen und 53 öffentlich geförderte. Eine Fläche von 4 000 m² ist als Ausstellungsfläche sowie für die Büro- und Gastronomienutzung vorgesehen und wird von der Deutschen Wildtier Stiftung bezogen, die gemeinsam mit der Garbe Immobilien-Projekte GmbH auch Bauherrin ist. Info Mehr Informationen und alle Adressen im Register ab Seite 44
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