SKS Ausgabe 1.2025

MeineMeinung 3 STEINKERAMIKSANITAER.DE I. Quartal 2025 gkoehler@stein-keramik-sanitaer.de Info-Serviceziffer [12501] Info-Serviceziffer [12502] Über viel Geld, Digitalisierung und Show Time Anzeige Supergrip „Rutsch Sicherheit auf Stein ... “ Welch ein furioser Jahresauftakt: 6,9 Prozent mehr Baugenehmigungen im Januar 2025 als im Januar 2024. Schon im Dezember 2024 war der mathematische Operator „-“, der lange Zeit den diesbezüglichen Meldungen des Statistischen Bundesamtes vorangegangen war, verschwunden. Dazu noch die Meldungen von +5,2 Prozent bei den Auftragseingängen des Bauhauptgewerbes im Januar 2025 gegenüber Dezember 2024. Ist jetzt die Leidenszeit der Baubranche vorbei? Und das, obwohl noch niemand von dem Milliarden schweren Geldsegen wissen konnte, der erst im Februar eingefädelt wurde. Wenn die jetzt unters Volk kommen, könnten quasi goldene Zeiten auch in der Baubranche anbrechen. Könnten! Denn aktuell stehen die Gelder nur auf dem Beschlusspapier. Dann stehen ja noch die Verteilkämpfe in den Ländern und Kommunen an. Und wie funktioniert die Verteilung so, dass die Gelder wirklich effektiv dort ankommen, wo sie wirken? Welche Rolle spielt dabei der von deutschen Amtstuben nach wie vor gehätschelte Amtsschimmel? Weiß man doch aus der Vergangenheit, dass viele Fördergelder nicht abgerufen wurden, weil die Antragsverfahren dank mangelnder Digitalisierung viel zu kompliziert sind. Daran ändert ganz sicher auch der Aufsehen erregende Bundestags- und Bundesrats-Beschluss nichts. Viel Arbeit also für eine neue Regierung, die es zum Redaktionsschluss noch nicht einmal gab. Wie raufen sich überhaupt die designierten Kooperationspartner zusammen. Fusionieren womöglich CDU und SPD? Dagegen wäre vermutlich besonders der Mensch aus Bayern, Markus Söder. Aber der ist bekanntlich heute nicht immer der Meinung seines eigenen Ichs von gestern oder vorgestern. Und wie geht es im Bundestag weiter? Störfeuer vom rechten Rand können durchaus einer wie auch immer gearteten Koalition das Leben und Wachstum fördernde Beschlüsse schwer machen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass von rechts nicht nur sinnvolle Ideen kommen. Und es hat sich nicht überall herumgesprochen: Allein eine große Bundestagsfraktion ist kein Garant für eine gute Politik. Dennoch sehe ich inzwischen gute Chancen für Frühling auch in der Baubranche. Aber ich habe noch ein ganz anderes Thema: Show Time. Diejenigen, die analoge Messen als Auslaufmodelle betrachten, haben entweder die Messeschauplatz in München Mitte Januar zum Zwecke der BAU 2025 oder den der Stadt Frankfurt jüngst zum Zwecke der ISH 2025 nicht besucht. Oder sind so digital verliebt, dass sie die Zeichen der Zeit lieber ignorieren. Die Baumesse in München hat zwar zahlenmäßig nicht ganz an vergangene Veranstaltungen anknüpfen können (was möglichweise der kürzeren Dauer geschuldet sein könnte), die ISH 2025, die Über viel Geld, Digitalisierung und Show Time am 21. März zu Ende war, konnte diesbezüglich wieder zulegen (was möglicherweise an der noch Corona geschwächten ISH 2023 geschuldet sein könnte). Die Abstimmung der Füße (der jeweiligen Besucher) waren eindeutig pro analog. Dumm nur, dass sich einige der Bau affinen Big-Player den Analog-Verweigerern angeschlossen haben und andere MarketingWege gesucht haben. Was nicht nur den Messen geschadet hat, sondern durchaus auch der Vielzahl der Messegäste. Weil damit das Branchenabbild, was gerade die großen Messen darstellen wollen, erhebliche Lücken aufweist. Apropos Lücken: Diese gab es speziell in München, nicht nur wegen der Abwesenheit eben jener zitierten Big-Player. Deutliche Lücken gab es auch Branchen bezogen. Zum Beispiel im Sektor keramische Fliesen. Gab es im Rahmen der BAU 2023 noch geradezu einen Demo-Hype in Sachen deutsche Fliesenhersteller, war diese Produktgattung „Fliesen made in Germany“ in diesem Jahr eher Mangelware. Gut, wie man an der geschrumpften Mitgliederliste der deutschen Branchenvertretung Bundesverband Keramische Fliesen (BKF) unschwer erkennen kann, ist die Zahl deutscher Hersteller inzwischen sehr überschaubar, nachdem gerade die Großen der Branche, wie zum Beispiel Villeroy & Boch Fliesen, sich familiär ins Ausland abgesetzt haben. So ganz „Fliesen frei“ war die ursprüngliche Fliesen-Stamm-Messehalle „A4“ natürlich nicht, aber wenn man an dem dank neuem (deutschen) Eigentümer wieder erstarkten Branchenprimus Agrob Buchtal (Seite 49) vorbei war, musste man schon etwas gezielter nach dem Baumaterial suchen, dessen dreidimensionalen Strukturen, Oberflächen, Farben und Texturen unter anderem auch Hadi Teherani faszinieren. Diese Mangelerscheinung auf der Münchener Baumesse war schon deshalb bedauerlich, weil so die Chance verpasst wurde, die Möglichkeiten der keramischen Fliesen in ganzer Fülle vorzuführen. Denn inzwischen hat es sich bei vielen Architektur Schaffenden herumgesprochen, dass man mit XXL-Fliesen zwar Verkleidungen realisieren, aber nicht gestalten kann. Hier sind die „kleinen“ gefragt. Einige, wie ich meine, hübsche Beispiel dafür finden Sie in dieser Ausgabe. Viel Spaß bei der Lektüre! Anzeige Sopro Bauchemie „Sopro WannenDicht-System“ Sopro WannenDicht-System Montagelösungen für Einbausituationen von Dusch- und Badewannen BAKA Award 2019 Ausgezeichnet mit dem sehr emissionsarm www.sopro.com feinste Bauchemie Normkonform nach DIN 18 534

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