34 35 STEINKERAMIKSANITAER.DE I. Quartal 2025 STEINKERAMIKSANITAER.DE I. Quartal 2025 MarktPlatz MarktPlatz „Seit Anbeginn der Zeit, seit das allererste kleine Mädchen existierte, gibt es Puppen. Aber die Puppen waren schon immer und ewig Baby-Puppen. Die Mädchen, die mit ihnen spielten, konnten nichts anderes spielen als Mutter. Dann taucht Barbie auf. Die Mädchen bewundern Barbie und zerschlagen ihre Baby-Puppen“. Soviel nur zur Erinnerung, denn mit diesem Satz beginnt der Spielfilm „Barbie“ von Greta Gerwig aus dem Jahr 2023, der einen regelrechten Hype auslöste. Er war zwar in immerhin acht Kategorien Oskar nominiert, erhielt den Preis aber nur für den besten Song. Das aber konnten die glühenden Barbie-Fans locker verschmerzen. Jetzt zieht Barbie auch ins Badezimmer ein. Zumindest das typische Barbie-Design. Denn der US-amerikanische SpielzeugKonzern Mattel Inc., nach Lego zweitgrößter Spielzeughersteller der Welt, ist mit dem Bauzubehörhersteller und Sanitärausstatter Hewi eine Kooperation eingegangen. Für Marktbeobachter ein überaus mutiger Schritt, denn das Unternehmen aus Bad Arolsen hat sich einen Namen mit eher zeitlosen Bauhaus-Designprinzipien gemacht. Jetzt also werden die dafür typischen Architekturformen mit einem süßen, wenngleich ikonischen Barbie Farbschleier überzogen. Hewi war in der Branche schon immer für seine Strategie der Farben bekannt, die sich bislang aber eher sachlich an RAL-Kategorien orientierten. Mit einem eleganten Hüftschwung landet der Bauzubehörhersteller in der modischen Welt. Wobei man Barbie, mit vollem Namen Barbara Millicent Roberts, eine gewisse Zeitlosigkeit nicht absprechen kann. Denn seit 1959 gilt sie als eine der bekanntesten und meistverkauften Puppen der Welt und gehört damit zu den Spielzeugklassikern. Man hört gewissermaßen im Geiste das euphorische Kreischen der Mädels, wenn sie zum erstem Mal die von wohlmeinenden Eltern Barbie konform gestaltete Badewelt betreten. Hewi möchte seine Kollektion aber nicht nur privaten Badezimmer wiederfinden, sondern auch in Boutique Hotels oder barrierefreien Gesundheitsräumen und öffentlichen Einrichtungen. Denn sie könne, so die Produktentwickler, nicht nur funktional, sondern auch emotional wirken. Allein auf die Fan-Gemeinde zu setzen, wäre ihnen zu wenig. Denn diese „Barbie x Hewi-Kollektion“, wie sie offiziell bezeichnet wird, löst die permanent von den einschlägigen Herstellern präsentierten Déjà-Vus mit einem kräftigen und mutigen Farbsignal ab, was in der eher konservativen Sanitär-Szenerie durchaus Aufsehen erregen dürfte. Die zur Kollektion gehörenden Produkte selbst sind nicht mehr Protagonisten, die Farbe gibt wortwörtlich den Ton an. Laut HerstellerInformation basieren sie auf der bereits kannten Hewi-Serie „477/801“. Die Kollektion umfasst fast 40 Sanitärprodukte, die erstmals anlässlich der ISH 2025 in Frankfurt präsentiert werden. Inwieweit dieses pinke Farbwelt einen Trend auslöst, bleibt abzuwarten. Immerhin ist Pink (nicht nur in der Puppen-Welt) längst kein Außenseiter mehr. Für Farb-Analysten steht sie für Optimismus, Selbstbewusstsein und Hoffnung und wird als Ton wahrgenommen, der Emotionen anspricht und vielseitige Wirkungen entfaltet kann. Je nach Umgebung kann Pink anregend und inspirierend wirken oder als beruhigender, harmonisierender Akzent dienen. Pinkfarbige Bad-Visionen Pinkfarbige Visionen Barbie und Hewi stehen für ikonisches Design und starke Visionen, unsere Zusammenarbeit vereint diese Stärken. Christiane Küper, Head of Brand and Sales bei Hewi. Was die Farbpsychologen über die Farbe „Pink“ sagen Pink (oder „Rosa“) wird einer femininen Grundstimmung zugeordnet. Eine feminine Farbe, obwohl sie in der Historie (Rosa) eigentlich eine typische Jungen Farbe war. Pink ist deutlich kräftiger und ausdrucksstärker als Rosa. Keine andere Farbe wirkt stärker auf die menschliche Psyche: Pink stabilisiert positive Gefühle und wirkt beruhigend. Hyperaktive Menschen sollen ruhiger und ausgeglichener werden. Fotos: © Hewi GmbH Die Münchener Baufachmesse BAU 2025, die am 17. Januar zu Ende ging, war vom ersten Eindruck fast so wie alle Münchener Baufachmessen seit 1964. Irgendetwas war dann aber doch anders. Sie wurde unterschwellig von der miesen Stimmung der bundesdeutschen BauSzene bestimmt. Viele Aussteller wollten ein optimistisches Zeichen setzten, anderen ging es um Anschubdynamik für ein erhofftes besseres Baujahr 2025. Und dann lag auch noch das Thema Neustart in der Luft. Hierzu gehörte die Agrob Buchtal GmbH, die zwar seit vielen Jahren gewissermaßen Anker-Austeller der Münchener Messe für die Sparte keramische Baustoffe war, aber jetzt nach überstandener Insolvenz und mit dem neuem Investor Meta Wolf AG wieder zu alten Kräften kommen wollte. Startkapital sollte ein neues Zielgruppen orientiertes Serienkonzept liefern, das Kreative eben dieser Zielgruppe punktgenau platzieren sollten. Kein geringerer als Hadi Teherani vertiefte sich mit seinem Team in die Vielfalt der Architekturkeramik, die schon seit Jahren zur Domäne des Unternehmens gehört und jetzt einen festen Boden für die neue Generation bilden sollte. Ob diese von Teherani entwickelte Kollektion deshalb den Namen „Solid Ground“ bekommen hat, ist nicht überliefert. Betont wird indes, dass sie mit architektonischen Basismaterialien und Formaten kreativer Spielraum für die Gestaltumg schaffen will, um einen eigenen projektspezifischen Ausdruck zu entwickeln. Die Zielsetzung des Designs sei, erläuterte Hadi Teherani, die Kombinatorik so zu perfektionieren, dass alle Elemente, Designs, Farben und Formate, als Teil übergeordneter Gestaltungsideen immer wieder etwas bis dahin Ungesehenes hervorbringen. Basisfarben und aktuelle, farbige Naturtöne sowie ein modularer Formatbaukasten würden dabei für überraschende Freiräume sorgen. Insgesamt 12 Grundfarben, für Betonoptik und Travertin je sechs, bilden miteinander korrespondierende Farbton-Paare. Gut kombinierbar sind auch die Formate. Diese Auswahl schaffe kreative Freiheit und individuelle Innovationen, quasi Kunst im Raum aus eigener Vorstellung“, so Hadi Teherani über „seine“ Fliesen-Serie Kreative Freiheit neu gedacht Kreative Freiheit neu gedacht Diese Kollektion soll kreative Freiheit und individuelle Innovationen ermöglichen, quasi Kunst im Raum aus eigener Vorstellung. Hadi Teherani, Architekt Organische Harmonie ist ein Trend, der funktionales Design, natürliche und nachhaltige Materialien kombiniert und so ausgewogene Räume schafft, die ästhetisch mit der Natur verbunden sind. Der spanische Fliesenhersteller Decocer ist bekannt für seine kleinformatigen Fliesen. In einer Welt, in der die Verbindung zur Natur immer wichtiger wird, führt der Spanier jetzt den Trend „organische Harmonie“ für 2025 in seine Kollektionen „Silk“ und „Horizon“ (Foto) ein. Damit sollen von der natürlichen Umgebung inspirierte Materialien und Designs mit funktionalen Lösungen integriert werden. Die „organische Harmonie“ konzentriert sich darauf, die Gelassenheit der Natur in zeitgenössische Designs zu integrieren und optisch ansprechende Räume zu schaffen. Die Keramikoberflächen dieser Linie werden bestimmt von ihrer Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit an verschiedene Dekorationsstile. Die Horizon-Kollektion kombiniert Funktionalität und Ästhetik in einem strukturierten Design mit gesprenkeltem Granulat-Effekten. Organische Harmonie mit Keramik Organische Harmonie mit Keramik Fotoquellen: siehe Hersteller Mehr Informationen und alle Adressen im Register ab Seite 44 ý
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