46 47 STEINKERAMIKSANITAER.DE I. Quartal 2025 STEINKERAMIKSANITAER.DE I. Quartal 2025 MarktundUnternehmen MarktundUnternehmen ... das könnte Sie auch noch interessieren ý Kurzstudie zeigt Effekte von Sanierungen Sanierung schlägt Neubau: Zumindest mit Blick auf die Klimawirkungen ist dies ein Ergebnis einer Kurzstudie der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). In der Analyse wurden bei 19 DGNB-zertifizierten Sanierungsprojekten die CO2-Emissionen über den Gebäudelebenszyklus untersucht. Danach liegen die bauwerksbezogenen Emissionen bei Neubauten in der Regel so viel höher als bei Sanierungen, dass sie sich durch geringere Umweltwirkungen in der Nutzungsphase nicht vollständig kompensieren lassen. Die Erhebung zeigt außerdem, dass sich frühe Modernisierungen lohnen, es aber kein Patentrezept gibt, welche Form der Sanierung für ein Gebäude die geeignetste ist. Die Ergebnisse würden die Forderungen stützen, mit Blick auf den Klimaschutz im Bauen vom Prinzip „Abriss und Ersatzneubau“ abzurücken, so Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. Die Kurzstudie „Klimawirkungen von Sanierungen: Eine lebenszyklusbasierte Analyse“ kann unter www.dgnb.de/hintergrundinformationen oder auf unserer SKS Downloadseite https://download.sks-infoservice.de/ kostenfrei heruntergeladen werden. CO 2-neutrale Ziegelproduktion Das Forschungsprojekt „BioBrick2“ demonstriert erfolgreich die CO2-neutrale Produktion von Ziegeln durch die Integration eines Holzvergasers in den Herstellungsprozess. Nach Inbetriebnahme des Holzvergasers beim Ziegelhersteller ABC-Klinker im Werk Schüttdorf zeigte sich, dass fossile Energieträger effektiv ersetzt werden können, ohne die Qualität der Ziegel zu beeinträchtigen. Aufbauend auf den Ergebnissen des Vorgängerprojekts BioBrick konnte die Einbindung eines Holzvergasers in den Realbetrieb des Ziegelwerks demonstriert werden. Damit kann die Importabhängigkeit der Branche reduziert und Treibhausgasemissionen gesenkt werden. Ende 2023 wurde der modifizierte Gasbrenner sowie der Gasregelstrecke in Betrieb genommen. Der Holzvergaser, in einem SpezialContainer fertig installiert, verkabelt und verrohrt, ermöglicht eine nahtlose Integration in das im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderte Projekt, das noch vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2025 läuft. GEV mit weiterem Mitgliederzuwachs Die Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e. V. (GEV,) der das Emicode-Siegel vergibt, hat mit 250 Mitgliedern im Januar 2025 einen neuen Rekord erreicht. Gleichzeitig sieht sich die Organisation international breit aufgestellt. Neben den 108 Mitgliedsunternehmen in Deutschland verfolgen Firmen aus Italien, Frankreich, Griechenland Niederlande und China das Ziel, ausschließlich Produkte auf den Markt zu bringen, die den strengen Emissionsansprüchen genügen. Insgesamt beteiligen sich 23 Nationen am Emicode. Allein im Jahr 2024 wurden mit über 2 000 Neuanmeldungen so viele Produkte wie nie zuvor geprüft und zertifiziert. Für das laufende Jahr 2025 lagen bereits Ende Januar weitere 168 neue Anmeldungen vor. Gleichzeitig setzt sich der Verband mit seinem Gütesiegel Emicode für eine weitere Ausweitung der freiwilligen Zertifizierung ein. http://www.emicode.com Bundesregister Nachhaltigkeit gestartet Wer Fachleute für das nachhaltige Planen und Bauen sucht, wird künftig über das „Bundesregister Nachhaltigkeit“ fündig. Die Bundesarchitektenkammer und die Bundesingenieurkammer haben eine neue Plattform freigeschaltet, die Nachhaltigkeit im Bauwesen fördern soll und Expertinnen und Experten für klimagerechtes Bauen sichtbar zu machen. Kammermitglieder können sich in dem Bundesregister registrieren zu lassen, um Nachhaltigkeitskoordinatorin oder NachJüngstes Beispiel ist die Branchenmesse BAU 2025 in München, die am 17. Januar zu Ende ging. In der Chronik der Messelandschaft nimmt sie eine besondere Rolle ein. Denn kaum jemals wurde gerade dieser Veranstaltung, die sich gern als Weltleitmesse bezeichnet, mit sehr viel Skepsis entgegengesehen. Geschuldet war dies dem bekannt prekären Konjunkturumfeld der deutschen Baubranche. Nicht wenige Unternehmen haben ihr meist wegen der damit verbundenen hohen Kosten den Rücken gekehrt und nach alternativen Marketing-Ideen gesucht, darunter auch Marktführer, die einer Messe wie jener in München in der Vergangenheit einen Stempel aufgedrückt haben. Mitunter war gar die Frage zu hören, ob die Veranstaltung dann überhaupt noch repräsentativ für die Branche sei. Trotz allem bilanzieren die Münchener Veranstalter einen Rückgang von nur 30 Ausstellern gegenüber der Veranstaltung im April 2023 (2 230 gegenüber 2 260 vor zwei Jahren). Dennoch sei das Gelände der Messe München komplett ausgebucht gewesen, was die Messegesellschaft sicher zufrieden zur Kenntnis genommen haben dürfte. Bemerkenswert war in diesem Zusammenhang, dass das internationale Interesse offensichtlich zugenommen hat. 58 Länder gaben sich laut Schlussbericht der Veranstalter in München-Riem ein Stelldichein (2023: 49 Länder). Neben der Anzahl der teilnehmenden Länder hätte auch der internationale Anteil der Aussteller mit 52 Prozent Eine Branchenmesse als Konjunkturmotor? Eine Branchenmesse als Konjunkturmotor? Es hat bisher wohl kaum eine (Fach-)Messe gegeben, die ihren Schlussbericht nicht mit wohlfeilen Superlativen geschmückt hätte. Und es wird wohl auch künftig keine geben. Auch Aussteller halten sich diesbezüglich in ihren Nachberichten nicht zurück. Da ist von „hervorragende Resonanz“ die Rede, von „sehr zufriedenem Fazit“ oder einem „erfolgreichen Messeauftritt“. einen neuen Spitzenwert erreicht. Und der Besuch? Trotz Verkürzung um einen Messetag zählten die Messe-Statistiker „deutlich über 180 000 Besucherinnen und Besucher“ (2023: 190 000). Für die Messe Grund genug, ihre wirtschaftspolitische Rolle zu betonen: Die BAU habe im aktuellen wirtschaftlich schwierigem Umfeld Stärke bewiesen und dem Bauwesen Zuversicht vermittelt. „Die BAU gibt gerade in dieser Zeit Mut und Zuversicht“ bilanziert denn auch Messe München Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer. Auch Dieter Schäfer, Fachbeiratsvorsitzender der BAU und Vorstand der Deutschen Steinzeug, zieht ein positives Fazit: „Die BAU 2025 war ein starkes Zeichen für die Bauwirtschaft“. Die Messe habe neue Impulse gesetzt und den Austausch gestärkt, der für nachhaltiges Wachstum und Fortschritt entscheidend sei. Das sei ja durchaus ein Signal. Davon, ob das im Jahr 2025 spürbar werde, sind allerdings nicht alle überzeugt. Zuständig für das lebendig halten der Messe-Impulse sind schließlich bei allem Selbstbewusstsein der Münchener Veranstalter nicht zuletzt die Entscheidungen im Berliner Regierungsviertel. Aber selbst Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB), in bauwirtschaftlichen Alltag eher Pessimist vom Dienst, war voll des Lobes: „Mit den Leitthemen Transformation, Zukunft des Wohnens sowie Ressourcen- und Klimaschutz setzt die BAU 2025 erneut wegweisende Impulse für die Zukunft des Bauens“. Diesbezüglich hat man sich in München viel Mühe gegeben. So standen im Mittelpunkt der BAU 2025 die Leitthemen „resilientes, klimagerechtes Bauen“, „Transformation Stadt/ Land/Quartier“, „Ressourceneffizienz“, „modular, seriell, produktiv“ sowie „wirtschaftlich Bauen“. In wie weit die Aussteller diesen Themen gerecht wurden, war nur recht schwer zu erkennen. Immerhin glaubte Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, von innovativen Baustoffen über digitale Planungsprozesse bis hin zu integrativen Ansätzen für den urbanen Raum durchaus Ansätze für eine erfolgreichen Zukunft des Bauens entdeckt zu haben. Die Vielfalt und Qualität der präsentierten Ansätze sei beeindruckend gewesen, zitiert sie der Messe-Nachbericht. Allerdings, so Gebhard, müsse das „angesichts ihrer gesellschaftsgestaltenden Relevanz auch weiterhin eine starke bundespolitische Unterstützung erfahren.“ Gleichgültig mit welcher Messebilanz die Aussteller nach Hause gefahren sind, eines wurde deutlich: Messen dieser oder ähnlicher Art sind entgegen zahlreicher Kassandrarufe keineswegs Auslaufmodelle, die digitaler Kommunikation den Platz frei machen müssen. Nach den pandemischen Kontaktbeschränkungen der letzten Jahre und den oft verzweifelten Anstrengungen, digitales Miteinander zu forcieren, war das personifizierte Miteinander ein wichtiger Lichtblick dieser Veranstaltung mit einer positiven Stimmung. Inzwischen sind alle wieder in den Alltag zurückgekehrt. Vielleicht bleibt ja etwas von dieser positiven Stimmung erhalten. Trotz Konjunktursorgen gab sich die Münchener Messegesellschaft keineswegs kleinformatig mit ihrer Vorzeigemesse BAU im Januar. Die Besucherzahlen gaben ihr durchaus Recht. Mit den Themen Transformation, Zukunft des Wohnens sowie Ressourcen- und Klimaschutz setzt edie BAU 2025 wegweisende Impulse für die Zukunft des Bauens. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer ZDB Die BAU 2025 war ein starkes Zeichen für die Bauwirtschaft. Dieter Schäfer, Fachbeiratsvorsitzender der BAU Die BAU hat gezeigt, dass Nachhaltigkeit nicht mehr nur ein Ziel, sondern eine zentrale Leitlinie für unser Handeln ist. Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer ý Die nächste BAU findet von 11. bis 15. Januar 2027 in München statt. Bereits 2026 (24. bis 26. März) präsentiert die „digitalBAU“ in Köln Lösungen und Produkte aus dem Bereich Bausoftware. BAU 2025 München: Kurzstudie zeigt Effekte von Sanierungen CO2-neutrale Ziegelproduktion GEV mit weiterem Mitgliederzuwachs Bundesregister Nachhaltigkeit gestartet
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