SKS Ausgabe 1.2025

48 49 STEINKERAMIKSANITAER.DE I. Quartal 2025 STEINKERAMIKSANITAER.DE I. Quartal 2025 MarktundUnternehmen MarktundUnternehmen ý haltigkeitskoordinator zu werden. Voraussetzung für den Eintrag ist ein erfolgreich absolvierter Leistungsnachweis. Passende Fortbildungen werden von den Architekten- und Ingenieurkammern angeboten. Der Nachweis umfasst eine Prüfung zu sechs zentralen Modulen, darunter Zertifizierungssysteme, Ökobilanzierung und Projektmanagement. Danach erfolgt die Freischaltung für die zentrale Suchfunktion. Personen mit anerkannten Abschlüssen wie DGNBAuditor, BNB-Koordinator oder BNB-Sachverständiger können sich durch den Upload ihres Zertifikats direkt ins Bundesregister eintragen lassen. Weitere Informationen: https://bundesregister-nachhaltigkeit.de  SHK-Konjunkturbarometer zeigt weiter Schwächen  Das Geschäftsklima im Bereich Haus- und Gebäudetechnik lag auch im vierten Quartal 2024 im negativen Bereich, wenngleich sich im Vergleich zum Vorquartal ein leichter Aufwärtstrend abzeichnet, so die Jahresbilanz der Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V. Im Jahresverlauf habe sich eine Seitwärtsbewegung der Branchenstimmung gezeigt. Danach liegt aktuell das Geschäftsklima auf vergleichbarem Niveau wie im vorangegangenem Jahr und damit trotz der konjunkturellen Abkühlung im gesamten Jahresverlauf 2024 leicht über dem ifo-Index für die gewerbliche Wirtschaft. Während der Bereich Heizung im Jahr 2023 noch positive Impulse zeigte, kam es im Jahr 2024 zu einem sich verfestigenden Einbruch. Auch der Bereich Lüftung/Klima befindet sich trotz leichter Erholungstendenzen weiter im negativen Bereich. Anders verhielt es sich im Sanitärbereich. Aktuell liegt er als einziger Produktbereich im positiven Bereich.  BIM reduziert Fehlerkosten  Über die Vorteile des Bauens mit Building Information Modeling sind sich die meisten Bauakteure einig, die im Rahmen der Studie „BIM Monitor 2025“ von den Bauinfoconsult-Marktforschern zu Chancen und Potenzial des digitalen Planens und Bauens befragt wurden. Dennoch tritt die tatsächliche Nutzung zumindest bei den meisten interviewten Verarbeitern aktuell auf der Stelle. Dabei berichten Bauunternehmen, die selbst über BIM-Projekterfahrung verfügen, mit BIM über eine deutliche Senkung der Fehlerkosten. Die Zahl der Bauunternehmen, die selbst mit BIM arbeiten, stagniert allerdings. In einer aktuellen Erhebung zur Jahreswende 2024/2025 gab nur jede zehnte befragte Firma aus dem Bauhauptgewerbe an, selbst in BIM-Projekten beteiligt zu sein. Dabei zeigen die Ergebnisse, dass in den Projekten der Baufirmen mit BIM-Erfahrung laut eigener Schätzung bei konventionellen Projekten im Schnitt 22,4 Prozent Fehlerkosten entstehen, in BIM-Projekten dagegen durchschnittlich nur 9,6 Prozent an, aus Sicht der Bauprofis dank besserer Planung und effizienteren Abläufen.  Midea schließt Übernahme ab  Die Übernahme von Arbonia climate durch die chinesische Midea Group ist abgeschlossen. Zusammen mit der Clivet S.p.A., die 2016 von Midea übernommen wurde, will die Unternehmensgruppe unter dem Namen MBT Climate eine neue Allianz in der HVAC-Branche („Heating, Ventilation and Air Conditioning“) in Europa bilden. Die Unternehmen wollen ihre Kräfte bündeln und mit ihrem komplementären Produktangebot ihre Markt- und Innovationsführerschaft in Europa ausbauen. Arbonia climate war zuvor Teil der börsennotierten Arbonia AG mit Sitz in der Schweiz, die Produkte und Systeme für die Wärme- und Kälteerzeugung, Wärme- und Kälteverteilung, Energiespeicherung, Lüftung und Luftbehandlung entwickelt und fertigt. Zur Division gehören unter anderem die Marken Kermi, Prolux, Sabiana oder Vasco. Arbonia climate entwickelt und produziert mit mehr als 3 000 Mitarbeitern Raumklimaprodukte und -systeme für Gebäude aller Art. Für 2023 wurde ein Umsatz 2023 Waren noch vor zwei Jahren, zur BAU 2023, insbesondere die deutschen Fliesenhersteller prägnant präsent, gerieten in diesem Jahr die deutschen Branchenvertreter deutlich ins Abseits. Das liegt sicher auch daran, dass sich die Zahl der hiesigen marktbestimmenden Branchen-Player auf nur noch fünf reduziert hat. So haben sich sowohl die Steuler-Gruppe wie auch die V&B Fliesen GmbH in fremde Hände begeben. Ersteres Unternehmen gehört jetzt zur italienischen Panariagroup, produziert aber immerhin noch in Deutschland. Die V&B Fliesen GmbH ist bereits seit einigen Jahren Teil der türkischen Eczacıbaşı-Gruppe, deren Produkte inzwischen voll umfänglich aus der Türkei importiert werden, weshalb dementsprechend auch den Status „Made in Germany“ aufgegeben werden musste. So haben auf der Münchener Messe nur zwei Hersteller die Fahne des Bundesverband Keramische Fliesen e. V. (BKF), dem Organ der heimischen Fliesenhersteller, hochgehalten. Das waren die neu formierte Agrob Buchtal Solarceramic GmbH, wie an anderer Stelle berichtet, und das Westerwälder Traditionsunternehmen InterbauBlink mit seiner neuen Marke „Tonwerk“, unter der es sein Fassadenriemchen-Sortiment vertreibt. Das als repräsentativ zu bezeichnen für einen Baustoff, der den über der Messe schwenden Messe-Grundtenor des ökologisch verträglichen Bauens mit kleinem CO2-Fußabdruck gerecht wird, dürfte wenig glaubwürdig sein. Auf dieser publikumswirksamen Messeplattform nicht nur die Produktvielfalt, sondern auch die Anstrengungen eine Energie intensiven Industrie zur Dekarbonisierung deutlich darzustellen, wäre sicherlich eine wirkungsvolle Aufgabe der Anbieter gewesen. Das hatte sich die Agrob Buchtal Solar Ceramics aus gegebenem Anlass zur Aufgabe gemacht (siehe unseren Beirag rechts). Denn dass Baukeramik sich dank intensiver Bemühungen vorbildlich für das ökologisch verträgliche Bauen mit kleinem CO2-Fußabdruck eignet, ob als langlebiger Bodenbelag, robuste Wandverkleidung oder besonders energieeffiziente und wartungsarme Fassadengestaltung, hat sich längst noch nicht überall herumgesprochen. Immerhin konnten im vergangenen Jahrzehnt die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Keramische Fliesen e. V. ihre Energieeffizienz deutlich steigern und den CO2-Ausstoß in deutschen Produktionsanlagen um 21 Prozent reduzieren, so Verbandsvorsitzender Patrick Schneider. So konnte. Damit sei im internationalen Vergleich der CO2-Fußabdruck von Fliesen aus Deutschland bereits heute besonders klein. Schwieriger Weg zum kleinen Umwelt-Fußabruck Schwieriger Weg zum kleinen Umwelt-Fußabruck BKF e. V. Die keramische Fliese als nach wie vor essentielles und vor allem kreatives Baumaterial mit hohem Potenzial für ökologisch verträgliches Bauen hat bei der diesjährigen Bau-Schau in München, der BAU 2025, erneut deutliche Schwächen gezeigt. Im vergangenen Jahrzehnt konnten die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Keramische Fliesen e. V. ihre Energieeffizienz deutlich steigern. Patrick Schneider, Verbandsvorsitzender Dabei will der neue Eigentümer, die Meta Wolf AG, die langjährigen Erfahrungen in der Keramikherstellung „Made in Germany“ mit seinen Kompetenzen in Green-Technology und Digitalisierung bündeln. An diesem zentralen Schwerpunkt orientierte sich denn auch die konsequent nachhaltig gestaltete Präsentation auf der Münchener Baumesse. Die Teilnahme an der Münchener Veranstaltung sei ein klares Zeichen für eine nachhaltige Zukunft der Bauindustrie, so Sandy Möser, CEO der Metawolf-Gruppe. Unter dem Motto „Road to Net Zero“ („Der Weg zu NettoNull“) präsentierte das Unternehmen seine Vision einer klimaneutralen Fliesenproduktion „Made in Germany“. , Und ergänzt Tom Wolf, Eigner der Meta Wolf AG, ergänzt: „Unsere Vision für Agrob Buchtal ist klar: Wir wollen den CO2Fußabdruck unserer Produktion auf netto-null reduzieren. Dabei setzen wir konsequent auf zukunftsweisende Technologien und erneuerbare Energien“. Das erklärte Ziel sei es, die CO₂-Emissionen der gesamten Produktionskette so zu reduzieren, dass nur noch eine minimale Menge an Treibhausgasen ausgestoßen wird. Diese unvermeidbaren Emissionen sollen dann durch gezielte Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen werden, so dass eine vollständige CO2-Neutralität erreicht werden kann. Ein zentraler Schritt ist dabei die Nutzung erneuerbarer Energien, vor allem lokal erzeugter Solarstrom, um den aktuellen Strombedarf der Produktion zu decken und eine künftige Elektrifizierung der Brennöfen zu ermöglichen. Als sichtbares Zeichen ist die Umgestaltung des Buchtaler Firmengeländes zu einer Art Solarpark. Mithilfe digitaler Technologien, wie zum Beispiel das Ceramic Metaverse, sollen zudem Produktionsabläufe optimiert werden. Sensorik, Automatisierung und datenbasierte Steuerung bezeichnet Möser als zentrale Bausteine für eine höhere Effizienz, weniger Ressourcenverschwendung und bessere Qualitätskontrolle. Unter neuem Besitzer auf dem Weg zu „Netto Null“ Unter neuem Besitzer auf dem Weg zu „Netto Null“ Agrob Buchtal Solar Ceramics GmbH: Erneuerbare Energien, vor allem Solarenergie, digitale und effiziente Prozesse sowie innovative Technologien sollen den CO2-Fußabdruck der Agrob Buchtal GmbH, die jetzt entsprechend als Agrob Buchtal Solar Ceramics GmbH firmiert, drastisch reduzieren. Der neue Eigner von Agrob Buchtal,Tom Wolf (Mitte) erläutert die Pläne zur Umgestaltung des Firmengeländes in Schwarzenfeld in der Oberpfalz in einen Solarpark. Klare Ansage:Auf dem Messestand in München war die neue Firmenstrategie nicht zu übersehen: Der Wegweiser zum Ziel. Fotos: Agrob Buchtal SHK-Konjunkturbarometer zeigt weiter Schwächen IM reduziert Fehlerkosten Midea schließt Übernahme ab ý ý

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