SKS Ausgabe 1.2025

Panorama Panorama 6 7 STEINKERAMIKSANITAER.DE I. Quartal 2025 STEINKERAMIKSANITAER.DE I. Quartal 2025 Mehr Informationen und alle Adressen im Register ab Seite 44 ý ý ý ý §§Veränderungen an der Statik mitteilungspflichtig Werden in einem Wohnhaus tragende Wände entfernt und durch eine Stahlträgerkonstruktion ersetzt, muss dies einem potentiellen Käufer der Immobilie ungefragt mitgeteilt werden. Verschweigt der Verkäufer diesen Umstand, stellt dies eine arglistige Täuschung dar, die den Käufer zur Anfechtung des Kaufvertrags berechtigt. Das hat jetzt das Pfälzische Oberlandesgericht (OLG) in Zweibrücken entschieden (Az. 7 U 45/23). Ein Ehepaar aus Pirmasens wollte das von ihnen etwa 10 Jahre lang selbst bewohnte Wohnhaus verkaufen. Sie hatten ihr Wohnzimmer vergrößert und dazu durch eine im Ausland ansässige Firma tragende Trennwände im 1. OG des Hauses ohne statischen Nachweis entfernen lassen. Nach Entfernung der Wände wurde die Decke nur noch durch zwei Eisenträger gestützt, die direkt auf das Mauerwerk aufgelegt und zusätzlich durch Baustützen gestützt wurden, die eigentlich nur für den vorübergehenden Gebrauch gedacht sind. Diese Trägerkonstruktion wurde anschließend durch Verblendungen verdeckt. Die neuen Eigentümer beauftragten einen Statiker, der feststellte, dass die Trägerkonstruktion nicht dauerhaft tragfähig sei. Sie haben den Kaufvertrag über das Hausgrundstück daraufhin angefochten und die Verkäufer auf Rückabwicklung verklagt. Das Oberlandesgericht gab ihnen Recht und verurteilte die Verkäufer zur Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückübereignung des Hausgrundstücks. Die Verkäufer hätten auch ungefragt darüber zu informieren müssen, dass tragende Wände entfernt und damit in die Statik des Wohnhauses eingegriffen wurde. Die Statik eines Wohnhauses sei im Hinblick auf mögliche Gefahren für die Gebäudesubstanz und auch für Leib und Leben der Bewohner von wesentlichem Interesse. (Quelle: VBMI e. V., Helene-Monika Filiz) Die Überhitzung der Städte und Natur haben bereits heute tiefgreifende Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen. Jetzt wurde das Ausstellungskonzept für den Deutschen Pavillon auf der 19. Architekturbiennale Venedig 2025 vorgestellt. Mit seinem Beitrag will das Kuratorium, bestehend aus Nicola Borgmann (Architekturgalerie München), Prof. Elisabeth Endres (TU Braunschweig), Prof. Dr. Daniele Santucci (RWTH Aachen) und Prof. Gabriele G. Kiefer (TU Braunschweig), die Dringlichkeit dieses Themas unmittelbar spürbar und erlebbar machen. Sie werden dafür das Ausstellungskonzept unter dem Titel „Stresstest“ realisieren. Eine Kommission hatte im Juli vergangenen Jahres die Kuratorinnen und Kuratoren in einem offenen Wettbewerbsverfahren ausgewählt. Das Team „Stresstest“ will in seinem gleichnamigen Beitrag für den Deutschen Pavillon die Überhitzung unserer gebauten Umwelt infolge des Klimawandels aufgreifen. Die 19. Architekturbiennale in Venedig findet vom 10. Mai bis zum 23. November 2025 statt. Als Biennale-Direktor wurde Carlo Ratti benannt. Der italienische Architekt und Stadtplaner hat sich in den vergangenen dreißig Jahren intensiv mit einem kritischen Blick auf kulturelle und ethnische Unterschiede sowie genderspezifische Aspekte mit der Beziehung von Mensch, Kultur und Raum beschäftigt. Er hat der 19. Architekturbiennale Venedig den Titel „Intelligens. Natürlich. Künstlich. Kollektiv“ verliehen. Das Besondere an diesem Titel: Traditionell wirde der Biennale-Titel stets in zwei Sprachen dargestellt. Diesmal verbergen sich im Titel zwei Sprachen: Der moderne Begriff „Intelligenz“ und „gens“, das lateinische Wort für „Volk“. Der Katalog fur den deutschen Pavillon soll Anfang Mai 2025 erscheinen (160 Seiten, erscheint im Distanz Verlag, Berlin, ISBN 978-3-95476-740-3) und enthält Essays von Luisa Amann, Maria Aubock, Silvia C. Benedito, Carsten Dierkes, Almut Gruntuch-Ernst und anderen. Informationen über die Architekturbiennale: https://www.labiennale.org/en/architecture/2025 „Stresstest“ auf der 19. Architekturbiennale „Stresstest“ auf der 19. Architekturbiennale Die „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen“ wird in diesem Jahr das zehnte Mal vergeben. Das Landesbauministerium NRW würdigt gemeinsam mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen vorbildliche Bauten mit dem Landespreis. Mitglieder der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, die gemeinsam mit ihren Bauherrinnen und Bauherren vorbildliche Projekte in Nordrhein-Westfalen realisiert haben, können sich bewerben. Die Auszeichnung wird nur alle fünf Jahre vergeben. Der Preis solle vor allem zeigen, dass Bauen Kultur ist, so Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. „Indem wir regelmäßig die gelungensten Projekte auszeichnen, machen wir sie in und über Nordrhein-Westfalen hinaus sichtbar“. Um am Wettbewerb teilnehmen zu können, müssen die Projekte in Nordrhein-Westfalen liegen und in den vergangenen fünf Jahren fertig gestellt worden sein. Vorbildliches Planen und Bauen umfasst Stadt- und Quartiersentwicklungsmaßnahmen, grüne und blaue Infrastruktur, Gebäude und Innenräume. Bei den Bauaufgaben kann es sich sowohl um Neubau-, Umbau- und Erweiterungsbaumaßnahmen sowie um Modernisierungen und Umnutzungen von gebauten räumlichen Strukturen handeln. Um die Auszeichnung können sich Bauherrschaften sowie Mitglieder einer Architektenkammer als Entwurfsverfasser in beiderseitigem Einvernehmen noch bis zum 15.04.2025 bewerben. Die Gewinner ermittelt eine unabhängige Jury. Die Auszeichnung erfolgt durch öffentliche Bekanntmachung sowie durch Verleihung einer Urkunde und Gebäudeplakette. Weitere Informationen unter anderen auch mit den Ergebnissen die vorherigen Auszeichnungen: http://aknw.de/avb-2025 Auszeichnung vorbildlicher Bauten 2025 Auszeichnung vorbildlicher Bauten 2025 Mit dem Buch „Fliesen in Nordfriesland“ setzt Dr. Günter Klatt, Autor und Ortskurator Husum/Nordfriesland, einem der schönsten friesischen Kulturgüter ein Denkmal und gibt Fliesenfreunden ein Werk an die Hand, das auch ohne wissenschaftliche Vorbildung problemlos verständlich ist. Unter Zuhilfenahme zahlreicher farbiger Abbildungen führt es anschaulich und allgemeinverständlich durch Historie, Herstellung, Materialität, Erscheinungsformen und regionale Bestände der Fliese, die von den Niederlanden auch in die nordfriesischen Häuser kam und sie heute als begehrtes Sammelgut zu großen Teilen wieder verlassen hat. Den Spuren und Überresten dieser bemalten Scheiben geht Klatt nach und beleuchtet so nicht nur schlaglichtartig individuelle Stücke der Handwerkskunst, sondern schreibt vor allem auch nordfriesische Regionalgeschichte. Nebenbei erfährt man, an welchen Orten sich besonders sehenswerte Exemplare bestaunen lassen. „Fliesen in Nordfriesland - Herkunft – Verbreitung – Motive“ von Günter Klatt, erschienen im Husum Verlag; 84 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen; Format: 21 x 20 cm; 14,95 Euro, ISBN 978-3-96717-090-0 Fliesen in Nordfriesland Fliesen in Nordfriesland Wettbewerb für Studentisches Wohnen Mehr bezahlbares Wohnen für Studierende in Aachen zu schaffen und den Hochschulstandort Nordrhein-Westfalen durch innovatives Bauen zu stärken, war das Ziel des Wettbewerbs für einfaches, ressourcenschonendes Studierendenwohnen, der „Landeswettbewerbs 2024“. Unter dem Motto „Einfach Bauen: Nachverdichtung einer studentischen Wohnanlage in Aachen-Mitte“ hatten das auslobende Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW sowie die Architektenkammer NRW Planungen gesucht, die einfach und nachhaltig eine studentische Wohnanlage in der Aachener Innenstadt nachverdichten und erweitern. Ziel des Wettbewerbs, an dem sich 24 Teams aus Architektur und Landschaftsplanung beteiligten, war es, insgesamt rund 120 Wohnplätze für Studierende sowie Gemeinschafts- und Nebenräume entstehen zu lassen. Der erste Preis ging an Aretz Dürr Architektur (Köln) mit Lill + Sparla Landschaftsarchitekten (Köln). Zu einem neuen Format verbindet der German Design Council - Rat für Formgebung ab 2025 die „Iconic Awards - Innovative Architecture“ und „Iconic Awards - Interior Products“. Die neuen „Iconic Awards“ widmen sich als Plattform den Disziplinen Architektur, Interior Design und Produktinnovation und sollen die Sichtbarkeit der Teilnehmenden bei ihren Zielgruppen stärken. Die gesamte Wertschöpfungskette der Bau- und Designbranche auf einer Plattform zu vereinen, ist das erklärte Ziel des neuen Formats: „Wir sehen hier eine besondere Chance, Synergien zu schaffen und die verschiedenen Zielgruppen der Branche noch enger zu vernetzen“, erläutert Lutz Dietzold, Geschäftsführer des German Design Council die Entscheidung. Damit würde eine noch stärkere Plattform für den Wissenstransfer innerhalb der verschiedenen Zielgruppen geschaffen. Mit 5 Haupt- und 42 Unterkategorien sollen die Awards die derzeit größte Bühne für Architektur, Interior Design und innovative Produkte sein. Neue Kategorien wie „Circular Design“, „Healthcare“ und „Office and Workplace“ werden künftig Antworten auf neue Herausforderungen der Branche geben. Fusion der Iconic Awards Fusion der Iconic Awards Wettbewerb für Studentisches Wohnen Veränderungen an der Statik mitteilungspflichtig

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