SKS Ausgabe 2.2025

18 19 STEINKERAMIKSANITAER.DE II. Quartal 2025 STEINKERAMIKSANITAER.DE II. Quartal 2025 DesignundTrends DesignundTrends Die Basis für seinen Entwurf ist die Komplettbadserie „D-Neo“, die er für den Sanitärhersteller Duravit neu interpretiert hat. Ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Intimität zu vermitteln, war das Ziel von Bertrand Lejoly, als er „sein“ Badezimmer entwarf. „Ich wollte warme Materialien und Accessoires verwenden, um die sterile und kalte Atmosphäre zu vermeiden, die Bäder manchmal ausstrahlen“, erklärt der Designer. Und so folgte er dem Trend, das Bad als warmen Rückzugsraum zu gestalten, der eine offene Raumgestaltung mit intimen Elementen verbindet und dessen Materialien perfekt mit einem weniger farbintensiven Moosgrün als Wandfarbe harmonieren. Um den Balanceakt zwischen einem offenen und einladenden Bad einerseits und einem intimen Rückzugsort andererseits zu meistern, entschied sich Lejoly für eine unkonventionelle Aufteilung des Doppelwaschplatzes. „Ich wollte eine direkte Verbindung zum Schlafzimmer schaffen, deshalb war es wichtig, ein Gleichgewicht zwischen Offenheit und einem nahtlosen Übergang zwischen den beiden Bereichen zu finden“, so erklärt er seine Idee. Auf diese Weise würde eine harmonische Symmetrie und optimale Raumnutzung entstehen. Um trotz der offenen Raumgestaltung eine gewisse Privatsphäre zu schaffen, entschied er sich, Dusche und Dusch-WC hinter Türen zu platzieren. Geschlossen wirken die Türen wie eine Schrankwand, die das Gesamtbild des Bades harmonisch abrundet. Für die Innenausstattung wählte Bertrand Lejoly seine eigene Flämische Zurückhaltung trifft auf Geborgenheit Flämische Zurückhaltung trifft auf Geborgenheit IM ZWEITEN TEIL UNSERER SERIE, WIE DESIGNER IHRE EIGENEN KREATIONEN IN DER PRAXIS UMSETZEN, DEFINIERT DER BELGISCHE DESIGNER BERTRAND LEJOLY DEN WASCHPLATZ NEU. Stauraum: Um die klare Linie des Konzepts beizubehalten, setzt Bertrand Lejoly neben den reduzierten Waschplatzlösungen auf zwei Hochschränke, in denen alle weiteren Produkte und Textilien hinter geschlossenen Türen ihren Platz finden. So bleibt die Leichtigkeit des Badezimmers erhalten, ohne Kompromisse beim Stauraum eingehen zu müssen. Oft werden Details übersehen, die den Alltag erleichtern. Deshalb entschied sich Bertrand Lejoly für Handtuchhaken in passendem Schwarz. Direkt neben dem Waschtisch und im Durchgang zur Dusche können so Hand- und Badetücher platziert werden. Das Zentrum des Badezimmers bildet die freistehende Badewanne, von der aus der Blick auf den unkonventionell angeordneten Doppelwaschtisch fällt.Auf der wandhängenden Konsole sind Aufsatzbecken platziert, die Leichtigkeit vermitteln und den Weg zum angrenzenden Schlafzimmer ebnen. D Badserie, die er in einem neuen Ambiente interpretierte. Sie sei sehr vielseitig und neutral und diene deshalb gut als Plattform, die jeden Stil und jede Atmosphäre ergänzen kann, so der Designer. Die Komplettbadserie, kombiniert mit warmen und weichen Materialien, wirkt wie eine Leinwand, die es ermöglicht, die eigene Persönlichkeit in den Raum einzubinden. Diese Flexibilität bietet die Freiheit, etwas Einzigartiges und Zeitloses zu schaffen. Bei der Gestaltung entschied er sich für einen minimalistischen Ansatz mit offenen, leichten Waschtischunterschränken, in denen die wichtigsten Produkte in Griffweite ihren Platz finden. Zwei Hochschränke an einer separaten Wand bieten ausreichend Stauraum und unterstreichen die klare, visuelle Linie. Bei der Materialwahl setzt der Designer auf dunkles Holz und schwarze Armaturen. Die Badewanne aus samtig-mattem Mineralguss fügt sich konsequent in das Gesamtbild ein. „Grün spielt im Raum eine Hauptrolle und ergänzt die Materialien auf subtile Weise, wodurch der gesamte Raum zusammengeführt wird“, fügt er hinzu. So hebt sich das Bad vor allem von der sonst eher zurückhaltenden Farbgestaltung der übrigen Räume ab und schafft einen echten Rückzugsort. Lejoly wuchs im deutschsprachigen Raum Belgiens auf und war schon früh mit der belgischen, deutschen und französischen Kultur verbunden. Dank dieser vielfältigen Erziehung verbindet Lejolys Arbeit Elemente nord- und südeuropäischer Kultur. Lejoly beschreibt seinen Stil als „raffinierte Schlichtheit“ und lässt gerne Elemente aus dem kollektiven Gedächtnis in seine Entwürfe einfließen. Das 2021 gegründete Bertrand Lejoly Design Studio arbeitet mit einem Designansatz, bei dem Objekte nicht nur ästhetisch ausgewogen, sondern auch in ihre architektonische Umgebung integriert sind. Das Studio hat mit internationalen Unternehmen wie Zanotta, Paola Lenti oder Serax zusammengearbeitet. Die Realisation erfolgte mit einem „D-Neo“ Konsolenwaschtischunterbau mit Aufsatzwaschbecken. „C.1“ Einhebel-Waschtischmischer, „Starck T“ Handtuchhaken, „L-Cube“ Spiegel. Der Duschplatz wurde ausgestattet mit einem „C.1“ Einhebel Unterputzbrausemischer und einer UV Kopfbrause. Die Toilette: Sensowash „D-Neo“ Kompakt Dusch-WC mit einer Durasystem Betätigungsplatte. „D-Neo“ Badewanne, „Wave“ Einhebel-Wannenmischer (alle Duravit AG) Ich wollte warme Materialien und Accessoires verwenden, um die sterile und kalte Atmosphäre zu vermeiden, die Bäder manchmal ausstrahlen. Betrand Lejoly, Designer Eine offene Raumgestaltung trifft auf intime Rückzugsorte Private Zone: Trotz der offenen Badgestaltung setzt Bertrand Lejoly bei der Planung auf intime Rückzugsmöglichkeiten. Hinter zwei Türen, die für die nötige Privatsphäre sorgen, finden Dusche und WC ihren Platz. Dusche und WC finden ihren Platz abgetrennt hinter Türen. Der UnterputzBrausemischer fügt sich in die visuelle Linie des Entwurfs ein. Als WC ist ein Dusch-WC vorgesehen, dass sich mit seinem flachen, geradlinigen Design in das Gesamtkonzept einfügt. Platz an der Sonne: Die freistehende Wanne spielt vor dem großen Fenster ihre Dominanz aus. © Britt Guns Fotos: Duravit AG ý Mehr Informationen und Adressen im Register ab Seite 44

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