SKS Ausgabe 2.2025

Panorama Panorama 6 7 STEINKERAMIKSANITAER.DE II. Quartal 2025 STEINKERAMIKSANITAER.DE II. Quartal 2025 Mehr Informationen und alle Adressen im Register ab Seite 44 ý Jetzt will die Bundesregierung 200 Millionen Euro investieren, um diesem „zwei Klassen Gefühl“ auch institutionell ein Ende zu bereiten. Mittel zum Zweck ist das „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Transformation“, das auf einer Empfehlung der Regierungskommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ vom Dezember 2020 basiert. Es soll die Erfahrungen und Leistungen der Ostdeutschen und unter anderem die Veränderungen in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung sichtbar machen. Ende April ist die Realisierung des Mammutprojekts einen großen Schritt vorangekommen. Ein Standortwettbewerb machte sich auf die Suche nach einem geeigneten Standort, den man in Halle an der Saale gefunden hat. Der 2024 ausgeschriebene internationale Architekturwettbewerb wurde Ende April 2025 entschieden. Eine Jury unter dem Vorsitz von Architektin Jórunn Ragnarsdóttir wählte die Arbeit des Planungsteams Richter Musikowski Architekten und ST raum a. Landschaftsarchitektur unter 126 internationalen Bewerbungen aus. In der Begründung der Jury heißt es: „Insgesamt überzeugt der Entwurf durch eine leicht wirkende und zugleich prägnante Formensprache, die das Zukunftszentrum als identitätsstiftenden Ort mit starker Wirkung im Stadtraum positioniert.“ Neben dem Siegerentwurf wurden auch weitere Plätze ausgezeichnet. Auf dem zweiten Platz wurde der Entwurf des Planungsteams Sturm und Wartzeck und Weihrauch+Fischer gewählt. Der dritte Platz ging an AV1 Architekten und HDK Dutt + Kist. Geplant ist eine Nutzungsfläche des Neubaus von 14 000 Quadratmetern mit Arbeitsplätzen für bis zu 200 Personen am Verkehrsknotenpunkt Riebeckplatz. Dafür stellt der Bund rund 200 Millionen Euro für die Gesamtbaukosten bereit. Im nächsten Schritt wird die Bundesbauverwaltung SachsenAnhalt das Verhandlungsverfahren mit den Preisträgern durchführen. Die Finalisierung der voraussichtlichen Kosten und des Terminplans erfolgen im Nachgang. Der Baubeginn könnte danach 2028 erfolgen, die Baufertigstellung ist bis 2030 geplant, gemessen an anderen bundesdeutschen Großprojekten ein äußerst knapper Zeitplan. Ob allerdings allein die veranschlagten Baukosten wirklich die emotionalen Probleme zwischen Ost und West ausräumen können, ist bereits wenige Tage nach Bekanntgabe des Siegerentwurfs in der Fachwelt heftig umstritten. So wird auch das äußere Erscheinungsbild des Projektes als wenig „Zukunfts-trächtig“, sondern eher konventionell eingestuft. Vielmehr scheint es, als wollte sich Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen als Bauherr ein Denkmal setzen, dem allerdings das erklärte Ziel, die Manifestation des „Zusammenwachsens“, kaum anzusehen ist. Für den Betrieb und inhaltlichen Aufbau des Zukunftszentrums ist der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland verantwortlich. Dafür wurde die Zukunftszentrum gGmbH als Betreibergesellschaft mit dem Bund als alleinigem Gesellschafter gegründet. Zukunftszentrums für die Einheit und Transformation Zukunftszentrums für die Einheit und Transformation Auch nach 30 Jahren scheint für viele das damals erklärte Ziel „Zusammenwachsen was zusammengehört“ längst nicht in der Wirklichkeit angekommen zu sein. Allein die nach wie vor in Politik und Allgemeinheit übliche Kategorisierung in „alte“ und „neue“ Bundesländer beflügelt viele Deutsche im Osten, sich nach wie vor als „Bürger zweiter Klasse“ zu fühlen. Ein einmaliger Ort braucht eine einmalige Gestaltung. Carsten Schneider, Staatsminister © Richter-Musikowski Architekten DGNB und BPIE veröffentlichen Marktstudie Um Klarheit in die Diskussionen rund um die Ökobilanzierung von Gebäuden zu bringen, hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Zusammenarbeit mit dem Buildings Performance Institute Europe (BPIE) eine Kurzstudie durchgeführt. Diese macht deutlich, dass die Relevanz der Methodik immer mehr zunimmt. Viele Unternehmen haben bereits Expertise aufgebaut, es gibt vielfältige Qualifizierungsmöglichkeiten und es sind zahlreiche Tools zur Berechnung von Gebäudeökobilanzen verfügbar. Gleichzeitig zeigt die Erhebung, dass die anfallenden Beratungskosten stark variieren, abhängig unter anderem von der Datenverfügbarkeit. Einsparpotenziale bieten die Anwendung von BIM (Building Information Modelling) sowie eine bessere Standardisierung der Methoden und Datengrundlagen. Die Kurzstudie „Gebäudeökobilanzen: Marktdaten zu Relevanz und Kosten“ kann hier heruntergeladen werden: www.dgnb.de/hintergrundinformationen. Oder ganz einfach über unsere SKS-Downloadseite https://download.sks-infoservice.de/ Zur staatlichen Förderung gesellen sich auch zahlreiche Sponsoren wie zum Beispiel das Touristikunternehmen Airbnb oder der Schuh-Unternehmer Diego Della Valle, Inhaber des Luxuskonzerns Tod’s. Vieles ist in der römischen Öffentlichkeit sehr umstritten, denn so wollte Airbnb als Gegenleistung für seine Spende in Höhe von 1,5 Millionen Euro das Kolosseum exklusiv für moderne „GladiatorenKämpfe“ gemietet haben. Sachlicher geht es im Gegensatz auf bautechnischer Ebene zu. Hier engagiert sich unter anderem der italienischen Bauchemiekonzern Mapei als technischer Sponsor an den Maßnahmen zur Aufwertung der südlichen Wandelgänge. Das Projekt umfasst die Neupflasterung des Umgangsbereichs im südlichen Sektor. Dafür haben die Labore des Mailänder Konzerns spezielle Produkte entwickelt, bei denen Materialien wie Kalk zum Einsatz kommen, die denen aus der Römerzeit sehr ähnlich sind, jedoch für eine zeitgemäße Leistung optimiert wurden. Dies erfolgte im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung des Parco Archeologico del Colosseo. Bereits in der Vergangenheit war Mapei an der Restaurierung und Erhaltung renommierter historischer und architektonischer Schätze in Italien und im Ausland beteiligt. Dafür wurde sogar eine eigene Marke installiert: „Mapei for cultur“. Eine Besonderheit gibt es allerdings im Fall des Kolosseums: Zum ersten Mal wurde die „Kleidung“ des Materials gewechselt: in eine Verpackung, die dem Kolosseum gewidmet ist. Bauchemie schützt Erbe Bauchemie schützt Erbe Das zwischen 70 und 80 nach Christus erbaute Kolosseum wurde in der Antike von römischen Kaisern als Austragungsort öffentlicher Hinrichtungen und blutiger Sportereignisse genutzt. Gladiatorenkämpfe fanden hier vor bis zu 50 000 Zuschauern statt. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches wurde das Amphitheater nicht mehr gebraucht und im sechsten Jahrhundert nach einem verheerenden Erdbeben teilweise abgerissen. Seit einigen Jahres wird es mit großem finanziellem Aufwand einer Verjüngungskur unterzogen. Mit der Gartenschau im sogenannten „Tal X“ öffnete am 23. Mai ein einzigartiges Natur- und Kulturereignis seine Pforten: Die Gartenschau in Freudenstadt und Baiersbronn. 143 Tage lang können Besucher auf über acht Kilometern Länge eine Blumen- sowie Gartenvielfalt genießen. Und es gibt auch etwas zum Schmunzeln. So ragen aus einigen Staudenbeeten imposante Holzskulpturen drei Meter in die Höhe, die Fachkundige von Baustellen kennen: Zweikomponentendübel und Spanplattenschrauben. Geschnitzt hat die Kunstwerke Winfried Breunig von den „Chainsaw Brothers“, die bekannt dafür sind, Figuren mit der Motorsäge zu gestalten. Dass es ausgerechnet hölzernen Befestigungslösungen sind, hat einen Grund: Die etwa 760 m2 große Fläche wurde vom Befestigungssysteme Hersteller Fischer gestaltet und bietet von Juni bis in den Herbst eine blühende Pflanzenvielfalt. „Tal X“ steht übrigens für das Tal der Möglichkeiten. Das Logo soll neugierig machen und zu einem neuen Blick auf das Forbachtal inspirieren. Blütenpracht und Holzkunstwerke Blütenpracht und Holzkunstwerke DGNB und BPIE veröffentlichen Marktstudie Anzeige Supergrip „Rutschprobleme selber lösen ...“ https://www.supergrip.de/

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