18 19 steinkeramiksanitaer.de IV. Quartal 2025 steinkeramiksanitaer.de IV. Quartal 2025 PraxisundProjekte PraxisundProjekte Enge Gassen, altertümliche Handwerksläden, eine Jahrhunderte alte Backsteinbrücke: Das ehemalige Festungsdorf Valeggio sul Mincio versprüht den Zauber eines Orts, der sich durch die Zeiten hinweg kaum verändert zu haben scheint. Wer in das bestehende Gefüge der uralten Häuser eingreifen möchte, sieht sich deshalb mit großen Herausforderungen konfrontiert, wie Massimiliano Gamba weiß. „Unser Projekt pendelte von Beginn an zwischen poetischer Vision und konkreter technischer Machbarkeit“, so der Architekt. Das Wohnhaus, mit dessen Umgestaltung er betraut war, ist Teil eines denkmalgeschützten, geschichtsträchtigen Anwesens. Direkt dahinter ragen die Türme des prächtigen Castello Scaligero auf, einer Burganlage aus dem 13. Jahrhundert. Eingriffe in das bestehende Gebäude sollten daher minimal bleiben, das histoVom mittelalterlichen Idyll zum mediterranem Wohnhaus Vom mittelalterlichen Idyll zum mediterranem Wohnhaus Die Identität des geschichtsträchtiges Anwesen wahren Es gilt als Perle südlich des Gardasees: Das pittoreske Dorf Valeggio sul Mincio (Verona) liegt am Ufer des Flusses Mincio, eingebettet in eine liebliche Hügellandschaft. Hier hat Architekt Massimiliano Gamba ein denkmalgeschütztes Wohnhaus behutsam zwischen poetischer Vision und konkreter technischer Machbarkeitsaniert und neu gestaltet. E rische Erbe und die lokale Bautradition unbedingt gewahrt werden. Vorgenommen wurden eine Reihe von Renovierungs- und Sanierungsarbeiten, wobei vor allem das Interieur und der üppige Garten im Vordergrund standen. In Sachen Materialauswahl gingen Gamba und sein Team so authentisch wie möglich vor. Im Inneren vereinen sich moderne und traditionelle mediterrane Wohnästhetik: Dunkle und helle Holzelemente wechseln einander ab, werden ergänzt von schwarzem Marmor und einem markanten Fliesenboden, der die gesamte Farbpalette abbildet. Die Wohnküche folgt demselben Gestaltungsprinzip. Sie ist zu den Fenstern hin mit glatt verputzten Wänden schlicht und klar gehalten. Auf der anderen Seite wurde der Wandbereich mit Holz verkleidet, was dem Raum eine unerwartete Dynamik verleiht. Da darf auch die Armatur kein Spielverderber sein. Sie fügt sich dezent ein: Ihr dunkler Farbton („Tara“ in Dark Platinum gebürstet) ist Teil eines ästhetischen Ensembles, in dem Leuchten, Möbel, Arbeitsflächen und sogar Fensterrahmen exakt aufeinander abgestimmt sind. Im Poolhaus dagegen, wo es eine weitere Küche gibt, bildet dieser Armaturenklassiker auf der Kücheninsel einen deutlichen Gegensatz zum Holzfurnier und den cremefarbenen Wänden. Konsequenterweise setzt sich das raffinierte Wechselspiel von Hell und Dunkel auch in den Bädern fort. Das Hauptbad erstrahlt nahezu vollkommen in Weiß, von den Vorhängen über die Schalenbecken am Waschtisch bis hin zu den nur hauchzart gemaserten Marmorfliesen. Auch hier gehören dunkle Armaturen am Waschbecken und in der Dusche zu den Protagonisten („Meta“) und sorgen für einen klaren Kontrast und erden damit das luftig leichte Ambiente. Im kleinen Gästebad erzeugt diese Armatur einen ähnlichen Effekt. Am Ende des kreativen Prozesses zeigt sich Massimiliano Gamba stolz auf das Ergebnis und die Menschen, die bei der Umsetzung involviert waren: „Ich stelle mir gerne vor, dass sich all die Leidenschaft, die in das Projekt geflossen ist, als bloße Schönheit äußert. Diskrete, zeitlose Schönheit, die sich flüchtigen Trends gegenüber gleichgültig zeigt“. Und er zitiert gerne Mies van der Rohe, der einmal gelehrt hat, dass etwas nicht dann beendet ist, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn nichts mehr weggenommen werden kann. In diesem Sinne habe Massimiliano Gamba auch dieses Wohnhaus gestaltet. Luftig und klares Ambiente in den Bädern Auch die Außenanlagen wurden einem stilvollen Upgrade unterzogen ý Mehr Informationen und alle Adressen im Register ab Seite 44
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