Stein Keramik Sanitär 4.2025

TechnikundSysteme TechnikundSysteme 34 35 steinkeramiksanitaer.de IV. Quartal 2025 steinkeramiksanitaer.de IV. Quartal 2025 ie Sanierung der denkmalgeschützten Bausubstanz stellte Projektentwickler Dag Stein-Herzberger und die Stein Koordination GmbH als Generalbauunternehmen vor große Herausforderungen. Das galt insbesondere für die energetische Optimierung, die Integration zeitgemäßer Haustechnik sowie die barrierefreie Gestaltung. Ein zentraler Aspekt der Sanierung war der konstruktive Aufbau des Fußbodens. Hier sollte eine effiziente Flächenheizung für zeitgemäße Energieeffizienz und Komfort sorgen. Angesichts der statischen Bedingungen des Gebäudes und der geringen möglichen Ausbauhöhe nach dem Rückbau des vorhandenen Bodens schied eine konventionelle Fußbodenheizung aus. Angesagt war eine flache, dünnschichtige Bauweise. System der Wahl war deshalb das „Bekotec-Therm System“ (von Schlüter-Systems), das mit einer Mindestüberdeckung von nur 8 mm Estrich auskommt und damit laut Hersteller bis zu 80 kg an Estrichmasse pro Quadratmeter gegenüber einem konventionellen Aufbau einspart. Das System wurde entwickelt, um funktionssichere, rissfreie Estriche auch mit minimaler Aufbauhöhe effizient und materialsparend ausführen zu können. Es besteht aus einer Estrichnoppenplatte, die direkt auf dem Bestandsboden verlegt wird. Sie nimmt die zum System gehörenden Heizrohre auf. Dank der geringen Aufbauhöhe (31 bis 48 mm) ist das System besonders für die Renovierung alter Gebäude prädestiniert. Nach der Einbringung des Estrichs wurden im Kindergarten Linoleum, im Seniorenbereich Vinyl und Teppichboden sowie Keramik in den Bädern als Bodenbelag verlegt. Metamorphose eines Schulgebäudes aus der Kaiserzeit Metamorphose eines Schulgebäudes aus der Kaiserzeit Idar-Oberstein, bekannt für seine traditionsreiche Schmuck- und Edelstein-Werkstätten, wandelt sich stetig und setzt zunehmend verstärkt auf innovative Wohn- und Lebenskonzepte. Markanter Mittelpunkt der Stadt ist nicht das Rathaus, sondern ein Gebäude, das Generationen von Schülern prägte: die ehemalige Marktschule. Nach seiner Schließung 2013 erfuhr das historische Bauwerk aus dem Jahr 1891 eine beeindruckende Transformation: Unter dem Namen „WLaM – Wohnen und Leben am Markt“ entstand hier ein MehrgenerationenProjekt, das Wohnen, Senioren-Pflege von und Kinderbetreuung unter einem Dach vereint. D Bodensystem als Problemlöser mit Heizfunktion „Dank der geringen Rohstoffmassen, die mit diesem System verbaut werden, konnten wir den statischen Anforderungen der 130 Jahre alten Marktschule optimal gerecht werden“, so Bauleiter Rüdiger Petry von der Stein Koordination GmbH aus Kirn. Dank der minimalen Lasten des dünnschichtigen Estrichsystems konnte die Fußbodenkonstruktion ohne zusätzliche statische Verstärkungen umgesetzt werden. Gleichzeitig war es möglich, eine effiziente Fußbodenheizung zu integrieren, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitet und dadurch Energie spart. Mit dem Projekt „WLaM – Wohnen und Leben am Markt“ ist es gelungen, historische Architektur mit zeitgemäßen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Komfort und soziale Integration in Einklang zu bringen. Die Marktschule Idar-Oberstein ist damit ein Vorzeigeprojekt für moderne Architektur im historischen Kontext. Wesentlicher Bestandteil des Systems ist die Estrichnoppenplatte. Sie bildet die Basis und wird direkt auf dem Bestandsboden verlegt und nimmt die zum System gehörenden Heizrohre auf. Die Noppen sind so gestaltet, dass sie die Heizrohre sicher fixieren. Das markante ehemalige Schulgebäude markiert die Ortsmitte und steht unter Denkmalschutz. Durch die jetzt erfolgte Transformation hat Idar-Oberstein wieder eine neue lebendige Mitte erhalten. Eine radikale Modernisierung der Innenräume sollte vermieden werden.Wo immer es möglich war, sorgen auch heute noch traditionelle Elemente an die 134jährige Geschichte des Gebäudes. Baudaten: Objekt: Marktschule Idar-Oberstein, Wohnen und Leben am Markt (WLaM) Eröffnung: November 2024 Nutzung: Kindertagesstätte, Seniorenresidenz Bauherr: Dag Stein-Herzberger Architekt, Projektleitung & Ausführung: Stein Koordination GmbH Ausführung: 2024 Fußbodenheizung: 3.000 qm Bekottec-Therm (Schlüter-Systems) In den Räumen der Seniorenresidenz und Kindertagesstätte sorgt jetzt eine zeitgemäße und farbig abgestimmte Einrichtung für eine angenehme Atmosphäre. Fotos: dasHolthaus, © Schlüter-Systems KG Normen und Regeln zur Innenraumabdichtung „Fachgerechte Planung und Ausführung von Nassräumen in Gebäuden“ war das Leitthema des 36. Wiesbadener Planer- und Sachverständigenseminar, das im November im Rahmen der Sopro Profiakademie im November stattfand. Das Konzept ist die Verbindung von Theorie und Praxis und umfasste das gesamte Themenspektrum rund um die Abdichtungstechnik. Im Mittelpunkt standen insbesondere die aktuellen Normen und Regelwerke für die Abdichtung von Nassräumen wie Bädern und Großküchen. Dazu gehörte ein Blick auf die überarbeitete DIN 18534, zu deren Neuerungen unter anderem Vorgaben zur Gefällegebung bei wasserführenden Ebenen, Anforderungen an die Entwässerung verschiedener Abdichtungsebenen, Details zum Anschluss von Wannenrand-Dichtbändern über feuchtempfindlichen Untergründen und der Einsatz von Schnittschutzbändern gehören. Außerdem stand moderne Entwässerungstechnik im Fokus. Referiert wurde in diesem Zusammenhang auch über die Messung der Ablaufleistung, Ursachen für Geruchsbelästigungen bei Badabläufen, Schallschutz am Duschplatz und Brandschutz in Nassräumen. Vorgestellt wurde bei diesem Anlass auch das neu überarbeitete Planungshandbuch der VdF-Arbeitsgruppe „Fußboden“: die Technische Richtlinie VdF070 „Fußboden und Wandkonstruktionen in der Großküche“. ý Normen und Regeln zur Innenraumabdichtung Mehr Informationen und alle Adressen im Register ab Seite 44 http://www.baufachkongress.com.

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