TechnikundSysteme TechnikundSysteme 36 37 steinkeramiksanitaer.de IV. Quartal 2025 steinkeramiksanitaer.de IV. Quartal 2025 as Ostseebad Scharbeutz ist mit einer traumhaften Lage gesegnet: Im Süden der Lübecker Bucht gelegen, in direkter Nachbarschaft zum Timmendorfer Strand, locken Sandstrand, Bars und eine lebendige Ostseepromenade Urlauber und Tagesbesucher an. Fest zum Ortsbild gehört eine ins Meer ragende Seebrücke. Sie ermöglicht es, nicht nur am, sondern über dem Meer zu spazieren. Die erste hölzerne Anlegebrücke wurde bereits im Jahr 1909 fertiggestellt. Nach einem weiteren Vorgängerbau aus Holz wurde 1997 eine 265 Meter lange Brücke aus Stahlbeton errichtet. Sie musste 2022 ebenfalls weichen, weil Sturm und Wellen das Bauwerk stark zugesetzt hatten. Bauwerk Nummer vier, als „Erlebnis-Seebrücke“ geplant, sollte nun wegen des steigenden Meeresspiegels höher gebaut werden als seine Vorgänger, so die Vorgabe der Bauherrin, der Gemeinde Scharbeutz. Mit 310 Metern sollte sie auch deutlich länger werden und nicht nur zum Spaziergang einladen. Liegen und Bänke sorgen für einen noch angenehmeren Aufenthalt. Am Ende der Brücke bietet ein asymmetrisch angelegter Brückenkopf mit einer großen Plattform einen perfekten Rundumblick auf die Ostsee. Auf der neuen Betonkonstruktion führt eine breite Rampe zu den Schiffsanlegern. Eine rund 200 Quadratmeter große Treppenanlage mit Winkelstufen aus Beton bildet den Übergang vom Strand und vom Seebrückenvorplatz auf die Brücke. Ostseebrücke wappnet sich gegen Wind und Wetter Ostseebrücke wappnet sich gegen Wind und Wetter Als im Ostseebad Scharbeutz eine neue Seebrücke geplant wurde, sollte sie mit 310 Metern nicht nur deutlich länger ausfallen als ihre Vorgängerin. Sie sollte auch den Übergang vom Strand und Seebrückenvorplatz auf die Brücke bilden. Möglich wurde das mit einer Stufenanlage aus Winkelstufen. D Bei der Stufenanlage in Scharbeutz kam eine Stufendrainage zum Einsatz, die die Winkelstufen vor Schäden durch Regen und Meerwasser schützt. Denn aufgrund der starken Beanspruchung war eine zuverlässige Entwässerungslösung unerlässlich. 310 Meter lange Brücke als Touristen-Magnet Für die Stufenanlage in Scharbeutz war bereits in der Planungsphase ein Verlegesystem mit Drainage vorgesehen. Grund dafür waren vor allem die direkte Nähe zum Meer und die rund 150 Regentage pro Jahr. Beides sorgt für eine dauerhafte Feuchtebelastung der Belagskonstruktion und damit für eine besonders starke Beanspruchung. Deshalb war eine zuverlässige Entwässerungslösung unerlässlich, was angesichts der massiven Abmessungen der Stufenelemente nicht ganz unproblematisch war. Immerhin wiegt das schwerste Element über sieben Tonnen. Gemeinsam entschieden sich das Bauamt Scharbeutz und das Planungsbüro, die Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft, eine Stufendrainage („AquaDrain SD Typ 2“) einzusetzen. Sie wurde vom Bauzubehörhersteller Gutjahr speziell für die Verlegung von Block- und Winkelstufen entwickelt. Anders als übliche kapillarbrechende Drainagen das aber eine angepasste Lösung, so Thomas Römer, Gutjahr-Produktmanager. Diese werden in der Regel auf Drainagemörtelstreifen verlegt. So entsteht ein direkter Verbund mit dem Untergrund. Das ist für die Lagesicherung entscheidend, insbesondere wenn bei Flut Meerwasser bis an die Stufen heranreicht. Die Abstände zwischen den Mörtelstreifen und der Einsatz der Drainage im Stellstufenbereich stellt die Entwässerung sicher. Zusätzlich wurde aufgrund der hohen Salzbelastung auf ein EpoxidharzDrainagemörtelsystem zurückgegriffen („Mortec Drain EP“). Dies soll für eine dauerhafte Beständigkeit gegenüber der salzhaltigen Feuchtigkeit sorgen, wie sie in Meeresnähe typisch ist. Bis die Arbeiten an der Treppenanlage im Jahr 2025 endgültig losgehen konnten, dauerte es noch etwas, denn das Wetter spielte zunächst nicht mit. So war eine konstante Temperatur von mindestens fünf Grad erforderlich, um die Bauteile und das Drainagesystem in das aus dem Epoxidharz-Drainagemörtel erstellten Mörtelbett zu setzen. Und das ließ leider auf sich warten. Im Mai 2025 wurde die neue Seebrücke im Ostseebad schließlich feierlich eingeweiht. Auch das traditionelle „Anbaden“ durfte bei den insgesamt vier Tage dauernden Feierlichkeiten nicht fehlen. Block- oder Winkelstufen werden in der Regel auf Drainagemörtelstreifen verlegt. So entsteht ein direkter Verbund mit dem Untergrund. Die Abstände zwischen den Mörtelstreifen und der gezielte Einsatz der Drainage im Stellstufenbereich stellt die Entwässerung sicher. Vorwand-Module mit BIM planen Speziell für seine Vorwand-Elemente stellt der Hersteller für Sanitärtechnik MEPA jetzt BIM-Modelle zur Verfügung. Basis der digitalen Offensive ist die etablierte BIM-Software Autodesk Revit, eine der führenden BIM-Software, mit der sich Bauteile am Rechner umfassend planen und automatisch konfigurieren lassen. Die bereit gestellten Daten sind auf Planungsbüros und Ausschreiber zugeschnitten. Mit den parametrisierten Bauteilen lassen sich Planungsprozesse vereinfachten und die Planungsqualität erhöhen. MEPA setzt die BIM-Modelle seiner Produkte als so genannte Revit-Familien um. Statt starrer Bauteile stehen so smarte Modelle zur Verfügung. Die Familien lassen sich in Plänen und als 3D-Modelle darstellen, während im Hintergrund automatisierte Routinen Geometrie und Datenqualität prüfen. Umfangreiche Produktinformationen sind direkt im Bauteil integriert und ermöglichen die Erstellung von modellbasierten Stücklisten, Ausschreibungstexten und automatischen Beschriftungen. Eine Besonderheit sei die manuelle und automatische Zubehörauswahl sowie das integrierte Warn- und Informationssystem, so der Herausgeber. Wird beispielsweise bei den Stützenlängen der Vorwandelemente der Wert von 240 mm überschritten, zeigt das System automatisch an, dass eine Stützenverlängerung als Zubehör hinzugefügt wird. https://www.mepa.de/bim Foto: © CONTI+ Foto: © MEPA Einen 310 Meter langen Spaziergang über die Ostsee ermöglicht jetzt die neuen Seebrücke. Fotos: Gutjahr / www.seebruecke-scharbeutz.de Stufendrainage für extreme Bedingungen ý Vorwand-Module mit BIM planen Mehr Informationen und alle Adressen im Register ab Seite 44 Baufachkongress als Netzwerk-Plattform Der von Baustoffhersteller Baumit veranstaltete „Allgäuer Baufachkongress“ soll auch 2026 vom 14. bis 16. Januar wieder Fachleute aus der Baubranche in Oberstdorf zusammenbringen. Die Veranstaltung zählt seit über 30 Jahren zu den renommierten Veranstaltungen für den fachlichen Austausch und bietet eine Plattform, um Netzwerke zu knüpfen, Impulse zu setzen und Wissens- und Zukunftsthemen praxisnah zu diskutieren. Der Kongress wendet sich an das Fachhandwerker, die Architekt, Wissenschaft, Fachhandel oder Vertreter der Wohnungswirtschaft. Wie es in der Ankündigung heißt, reicht das Themenspektrum von Entwicklungen der Baukonjunktur und Fachkräftegewinnung, über Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und neue Technologien, bis hin zu Sanierung, Wohnungsbau und seriellem Bauen. Ergänzt wird das Programm durch praxisnahe Impulse zu Wärmeschutz, Farbtrends und Gestaltung, sicherem Dämmen, Marketingstrategien sowie aktuellen Rechtsprechungen. Informationen und Anmeldung unter http://www.baufachkongress.com. Baufachkongress als Netzwerk-Plattform
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