46 47 steinkeramiksanitaer.de IV. Quartal 2025 steinkeramiksanitaer.de IV. Quartal 2025 MarktundUnternehmen MarktundUnternehmen ... das könnte Sie auch interessieren ý Investitionen in automatisierte Möbelfertigung Der zur türkischen Eczacibasi-Gruppe gehörende Badmöbelhersteller Burgbad hat zur Zukunftssicherung in die weitere Digitalisierung seiner Möbelfertigung investiert. So wurde im November 2025 am Produktionsstandorts Greding eine neue Logistikhalle mit vollautomatischer Kommissionierung in Betrieb genommen. Dieses Investment sei zugleich ein Bekenntnis zum Standort Deutschland, so Burgbads CEO Stefan Sallandt. Die jetzt in Betrieb genommene vollautomatische Kommissionierung sei ein weiterer Baustein zur Automatisierung der Produktion am Standort Greding-Grafenberg. Mit dieser Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung durch die nun hinzugekommene automatische Kommissionierung wolle man die Flexibilität erhöhen und langfristig Standort und Arbeitsplätze sichern. Exoskelette stoßen auf wenig Begeisterung Die deutschen Werktätigen werden vermutlich länger arbeiten müssen, zum einen wegen der wohl unvermeidlichen Erhöhung des Rentenalters und nicht zuletzt wegen des zunehmenden Mangels an Fachkräften. In Branchen mit schwerer körperlicher Arbeit auf der Baustelle stößt das jedoch an natürliche Grenzen. Exoskelette als tragbare Unterstützungsgeräte könnten deshalb konkretes Potenzial haben, den Ausführenden wörtlich unter die Arme zu greifen und sie bei körperlich fordernden Tätigkeiten langfristig zu entlasten, so die übereinstimmende Einschätzung der meisten von dem Marktforschungsunternehmen Bauinfoconsult im Rahmen der Studie „Megatrends am Bau“ befragten Expertinnen und Experten. Mit der aktuellen Akzeptanz im Handwerk scheint es allerdings noch zu hapern. Darauf deutet eine aktuelle Befragung unter 897 Malerbetrieben in Europa hin. Vor allem die deutschen Malerbetriebe können sich das Arbeiten mit Exoskeletten kaum vorstellen. Ein Grund dafür könnte nach Einschätzung der Marktforscher sein, dass fast jeder zweite deutsche Malerbetrieb in der Befragung (44 Prozent) mit dem Konzept nicht viel anfangen kann und sich deshalb nicht weiter äußerte. Neue Vertriebsstruktur in Deutschland Ab 2026 stellt sich der Vertrieb der Heizung- und Sanitärmarke Kermi und des Schweizer Gebäudezulieferers Arbonia in Deutschland neu auf: Die Vertriebsteams der beiden Marken bündeln dann ihre Kräfte und agieren künftig gemeinsam am Markt. Das Produktportfolio bleibt in vollem Umfang bestehen und werde erweitert, so die Verlautbarung. Der Vertriebsaußendienstes soll dann markenübergreifend in den vier Vertriebsklassen Wärmeübertragung, Wärmeerzeugung, Klima & Lüftung sowie Pre-Sales im deutschen Markt aktiv sein. Darüber hinaus werden die Verkaufsgebiete in Deutschland strukturell angepasst und neu eingeteilt. Die Gesamtverantwortung für den Vertrieb beider Marken in Deutschland und Österreich übernimmt Lars Büttner. Er war davor bereits über 20 Jahre lang Vertriebsleiter der Kermi GmbH. Neues Branchenbarometer für die Sanitärtechnik Die Sanitärindustrie und Installationstechnik bekommt eine eigene Datengrundlage: Zwei Jahre nach Gründung hat der Industrieverbund VDMA Sanitärtechnik und -design eine neue Branchenstatistik zu Auftragseingang und Umsatz seiner Mitgliedsunternehmen vorgestellt. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Segmenten Sanitärarmaturen und Technische Gebäudearmaturen erhebt der Marktmonitor dafür seit Januar 2025 im Monatstakt die Industrieumsätze nun auch für die Bereiche Sanitärerzeugnisse sowie Installationskomponenten für das Bad für einen Einblick in die aktuelle Marktlage „vor und hinter der Wand“. Weil das neue Branchenbarometer außerdem auch den Auftragseingang in allen vier Segmenten erfasst, erlaubt es darüber hinaus eine Vorausschau auf die Nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker waren das 59,8 Prozent oder 9 100 Baugenehmigungen mehr als im September 2024. Der Wermuths-Tropfen sollte nicht verheimlicht werden: Der Anstieg sei unter anderem dadurch zu erklären, dass im September 2024 mit 15 300 genehmigten Wohnungen der niedrigste Monatswert seit Januar 2012 verzeichnet worden war. Für Verena Hubertz dennoch ein untrügliches Zeichen, dass „es nun endlich aufwärts geht“. Zumindest in ihrem Resort ist so etwas ähnliches wie Aufschwung zu spüren, eine Bewegung, die im gesamten Wirtschaftsraum noch immer schmerzlich vermisst wird. Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau sei im September 2025 gegenüber September 2024 um 80,1 Prozent, verlautet aus dem Statistischen Bundesamt. Allerdings sei demgegenüber die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, im Berichtsmonat gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,9 Prozent gesunken. Auch bezogen auf den Zeitraum von Januar bis September 2025 gab es positive Zahlen: So wurden in Deutschland der Bau von 175 600 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden genehmigt, 11,7 Prozent mehr als von Januar bis September 2024. Motor des „Aufschwungs“ waren Einfamilienhäuser mit einem Plus von 17,4 Prozent, Während Zweifamilienhäuser bei Bauwilligen eher weniger beliebt waren: 2,8 Prozent. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 93 100 Neubauwohnungen. Das sei ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, so die Wiesbadener Statistiker. Baugenehmigungen auf Wachstumskurs Baugenehmigungen auf Wachstumskurs Bauwirtschaft: Gute Nachrichten aus dem Statistischen Bundesamt und Glückgefühle bei Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: Im September 2025 wurde in Deutschland der Bau von 24 400 Wohnungen genehmigt. Von der positiven Entwicklung bei den Genehmigungen haben offensichtlich auch die Bauunternehmen profitiert. So sei der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im September 2025 gegenüber August 2024 kalender- und saisonbereinigt um 7,7 Prozent gestiegen. Damit habe der Index der Neuaufträge den höchsten Stand seit März 2022 erreicht. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, nahm der Auftragseingang im Vormonatsvergleich im Hochbau um 1,7 Prozent und im Tiefbau um 13,2 Prozent zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2024 stieg der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im September 2025 um 20,7 Prozent. Allerdings sei dieser Anstieg unter anderem auf den Einfluss von Großaufträgen im September 2025 zurückzuführen sowie darauf, dass der Wert im Vorjahresmonat im Vergleich der letzten drei Jahre relativ niedrig war. Damit aus Planungen auch gebaute Häuser werden, fördern wir ab Mitte Dezember das Abschmelzen des Bauüberhangs mit 800 Millionen Euro Bundesbauministerin Verena Hubertz Europäische Emissionshandel: Für den Herstellerverband italienischer Fliesenproduzenten Confindustria Ceramica eine Gelegenheit, mit wichtigen Entscheidungsträgern europäischer Institutionen zu sprechen. um die Probleme der Branche, speziell der Fliesenindustrie deutlich zu machen. Die Delegation wurde begleitet vom Präsidenten der Regionalregierung Emilia-Romagna, Michele De Pascale, und dem Energiedelegierten der Confindustria, Aurelio Regina. Die italienische Keramikindustrie als exportorientierter, sehr energieintensiver Sektor könnte innerhalb weniger Jahre Gefahr laufen, in eine systemische Krise zu geraten, so der Hintergrund dieser Initiative. Die Branche der italienischen Fliesenproduzenten besteht derzeit aus 248 Unternehmen, beschäftigt 26 000 Menschen direkt (40 000 inklusive der Lieferkette) und erwirtschaftet einen Export von mehr als 6,3 Milliarden Euro. „Dank Investitionen in Höhe von insgesamt 4,3 Milliarden Euro im letzten Jahrzehnt ist unser Sektor auch weltweit führend in Bezug auf Effizienz und Emissionsreduzierung“, sagte Augusto Ciarrocchi, Vorsitzender von Confindustria Ceramica. Doch seine Stabilität werde, so die Vertreter des Verbandes, durch eine Kombination aus unkontrollierten Kosten und einem zunehmend unhaltbaren Regulierungsrahmen untergraben. Der aktuelle klimapolitische Rahmen in Kombination mit den steigenden Kosten des Europäischen Emissionshandels (ETS) würden zu einer rapiden Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit führen, der Investitionskapazität und der Beschäftigungsaussichten des gesamten Sektors. Ohne eine sofortige Überprüfung der europäischen Regeln, Fristen und Instrumente bestünde die sehr reale Gefahr der fortschreitenden Schließung europäischer Werke und der Verlagerung der Produktion in Nicht-EU-Länder, die nicht über vergleichbare Umwelt- und Sozialstandards verfügen. Keramik-Industrie fordert ETS-Reform Keramik-Industrie fordert ETS-Reform Die europäische Keramikindustrie traf sich vom 1. bis 3. Dezember 2025 zu den Europäischen Keramiktagen (ECD). Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Motto „Keramik: Aufbau einer nachhaltigen und grüneren Welt“ und fand zeitgleich mit der 31. Plenarsitzung des Europäischen Politikforums für Keramik (EPCF) mit der Europaabgeordneten Elisabetta Gualmini als Gastgeberin statt. Investitionen in automatisierte Möbelfertigung Exoskelette stoßen auf wenig Begeisterung Neue Vertriebsstruktur in Deutschland Neues Branchenbarometer für die Sanitärtechnik ý ý ý ý
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