48 49 steinkeramiksanitaer.de IV. Quartal 2025 steinkeramiksanitaer.de IV. Quartal 2025 MarktundUnternehmen MarktundUnternehmen ý ý kommenden Monate. Die ersten Ergebnisse präsentierte das Bündnis jetzt. Danach verzeichnete die Branche im Zeitraum Januar bis September 2025 in fast allen Segmenten ein leichtes nominales Wachstum. So legten die Umsätze im Inland zu, im Bereich Sanitärarmaturen und -erzeugnisse um 5 Prozent und bei den Installationskomponenten für das Bad um 3 Prozent. Nur das Segment der Technischen Gebäudearmaturen stagnierte Amerikanische Hotelprofis zu Gast Reiseziel einer Delegation von Managern der amerikanischen Hotelbranche war Ende September unter anderem Iserlohn und ein Besuch des Bauzubehörherstellers Schlüter-Systems. Unter den Gästen waren Investoren namhafter Hotelketten sowie deren Generalunternehmer, die sich vor Ort ein Bild von den Lösungen des Unternehmens machten. Organisiert wurde der Besuch von Schlüter-Objektmanager Ryan Dode, National Director of Architectural Sales, der die Gruppe gemeinsam mit Western Tile & Marble, einem der größten Fliesenlegerbetriebe im Nordwesten der USA, nach Iserlohn brachte. Im Fokus des Besuchsprogramms stand ein Vortrag zum Thema „Abdichtung“, gefolgt von einem Rundgang durch Produktion und Logistik. Höhepunkt war ein praxisnaher Workshop in der „Schlüter-WorkBox“: Hier demonstrierte Vorführmeister Shon Parker, wie schnell und unkompliziert Abdichtungen mit den Systemlösungen des Iserlohner Herstellers umgesetzt werden können Investitionen für Duschkabinen Der Duschkabinenhersteller HSK Duschkabinenbau aus Olsberg setzt ein Zeichen für den Produktionsstandort Deutschland. Mit einer Investition von 4,5 Millionen Euro in eine moderne Glasfertigung und weiteren 500 000 Euro in eine nachhaltige Wasseraufbereitung baut das Familienunternehmen seine Kapazitäten aus und bekräftigt sein Bekenntnis zur Qualität „Made in Germany“. „Die aktuellen wirtschaftlichen und personellen Herausforderungen fordern uns heraus, größer zu denken, ohne dabei unser Qualitätsversprechen aus den Augen zu verlieren“, erklärt geschäftsführender Gesellschafter Joachim Schulte-Lohgerber. Statt Kapazitäten ins Ausland zu verlagern, setzt das Unternehmen auf seinen Heimatstandort Olsberg. Das Ziel seien größere Produktionskapazitäten, kürzere Lieferwege und gesicherte Arbeitsplätze. Die neue Wasseraufbereitungsanlage sei eine Investition in die Nachhaltigkeit, denn die Olsberger Produktion verbrauche laut Schulte-Lohgerber stündlich rund 100 m³ Prozesswasser. Die neue Anlage verwertet dieses Wasser im Kreislauf dauerhaft wieder, so dass nur geringe Wassermengen aufgrund von Verdunstungsverlusten nachgefüllt werden müssen. Elf neue Fliesenleger-Führungskräfte Im Oktober 2025 konnte Samira GütleinSeibel von der IHK Wiesbaden gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Sopro Bauchemie GmbH, Sebastian Kammerer, insgesamt elf neue „Fliesenleger-Führungskräfte (IHK)“ auszeichnen. Zuvor hatten diese einen Lehrgang in der „Sopro Profiakademie“ absolviert und mit einem Abschlusstest erfolgreich abgeschlossen. Seit 2017 bietet Wiesbadener Unternehmen im Rahmen seine Profiakademie den „Zertifizierungslehrgang zur FliesenlegerFührungskraft mit IHK-Zertifikat“ an. Durchgeführt wurde der Lehrgang in zwei einwöchigen Schulungsblöcken mit insgesamt 109 Unterrichtseinheiten. Zu den Seminarinhalten zählten neben der (Fliesen)Technik auch kaufmännische Themen sowie Informationen zum Führen eines Betriebs und der Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern. Hinzu kam das Thema der Digitalisierung. Alle Seminarunterlagen wurden als Download angeboten und auch die Kalkulationen wurden anstatt auf dem Papier mit dem Excel-Kalkulationsprogramm durchgeführt. Die moderne Anlage zählt zu den weltweit ersten Werken, die Sanitärkeramik vollständig elektrisch brennen, ein Durchbruch für eine traditionell energieintensive Branche. Gleichzeitig stärkt Duravit mit dem neuen Standort konsequent seinen „local for local-Ansatz“: Produkte für Nordamerika werden künftig direkt in Nordamerika gefertigt. Damit unterstreicht das Unternehmen nicht nur seine Verantwortung gegenüber der Region, sondern setzt auch international ein Zeichen für nachhaltige und zukunftsorientierte Produktion. Mit einem Investitionsvolumen von über 90 Millionen CAD (ca. 55 Millionen Euro) sei das Werk ein strategischer Eckpfeiler der globalen Wachstumsstrategie, betont der Aufsichtsratsvorsitzender Duravit AG, Gregor Greinert, anlässlich der Einweihung. Die Produktion läuft bereits, aktuell mit 102 Mitarbeitenden. Bis zur geplanten Vollauslastung 2027 soll die Zahl auf 240 steigen. Auf einer Fläche von 35 000 Quadratmetern entsteht ein Werk, das künftig jährlich bis zu 450 000 Keramikteile, Waschbecken und Toiletten, für den nordamerikanischen Markt fertigen wird. Dafür nutzt Duravit in dem neuen Werk nahezu vollständig erneuerbare Energie: Wasserkraft aus Québec ersetzt fossile Brennstoffe, die elektrischen Rollenöfen werden zu 99,6 Prozent aus regenerativen Quellen betrieben. Zusammen mit den jetzt kürzeren Transportwegen könnten die CO₂-Emissionen um rund 9 000 Tonnen jährlich gegenüber konventionellen Produktionen eingespart werden, so Thomas Stammel, COO der Duravit AG. Herzstück des Werks sind die rund 100 Meter langen elektrischen Rollenöfen von Riedhammer, einer Tochter der italienischen SACMI-Gruppe. Die Öfen ermöglichen eine Kapazität von über 600 Keramikstücken pro Tag, die bei einer Temperatur von 1 260 Grad Celsius gebrannt werden. Duravit stärkt Präsenz in Nordamerika Duravit stärkt Präsenz in Nordamerika Dekarbonisierung Mit der Eröffnung seines neuen Produktionsstandorts im kanadischen Matane setzt der Schwarzwälder Sanitärhersteller Duravit AG einen Meilenstein für die Zukunft der Sanitärindustrie. Instant Messaging vor visuellen und multimedialen Networks Social Media ist aus der Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken und betrifft längst auch das berufliche Informationsverhalten von Nutzern aus der Baubranche. Wie Ergebnisse einer BauKommunikationsstudie zeigen, zwar mit unterschiedlicher Intensität , je nach Berufsgruppe und Netzwerkart. Über alle Zielgruppen hinweg etablieren sich Instant Messaging-Plattformen (allen voran WhatsApp) immer deutlicher Hauptnetzwerk der Bauakteure. Für fast alle gilt: Die häufigste Situation, in der in der Branche Social Media professionell genutzt wird, ist die Kommunikation mit Kunden. Einen weiteren Nutzungsschwerpunkt, der aber eher Mehrzweck- und Multimediaplattformen als die Messager-Applikationen betrifft, bilden Recherchen zu Lösungen oder Trends. Dabei gibt es durchaus Unterschiede bei den Berufsgruppen: So informieren sich die befragten Personen aus Bauunternehmen und Architekturbüos vornehmlich, um zu Bauthemen auf dem Laufenden zu bleiben oder um Neues an Produkten oder Innovationen kennenzulernen. Vor allem das SHK-Handwerk nutzt Social Media neben technischen Recherchen von Fall zu Fall beruflich vor allem, um der Meinung ihrer Kollegen zu folgen oder um sich ungezwungen dort mit Kollegen auszutauschen. (Quelle: Bauinfoconsult) Als vorläufigen Sachwalter hat das Gericht den Geschäftsführer der Restrukturierungs- und Insolvenzkanzlei Dr. Rainer Eckert aus Hannover bestellt. Die Geschäftsführer der Hüppe GmbH, Julian Henco und Michael Amende, werden das in Bad Zwischenahn ansässige Unternehmen durch das Verfahren führen. Ziel sei die erfolgreiche Sanierung der Hüppe GmbH und der Erhalt des Standorts in Bad Zwischenahn, so Henco, Vorsitzender der Geschäftsführung. Wie es in der Presseerklärung heißt, erstrecke sich das Schutzschirmverfahren ausschließlich auf die Produktionsgesellschaft am Standort Bad Zwischenahn. Sie werde im Rahmen der Eigenverwaltung den operativen Geschäftsbetrieb in vollem Umfang fortführen und damit die Lieferfähigkeit sichern. Die übrigen elf Vertriebs- und Produktionsgesellschaften der Hüppe Gruppe sind nicht Teil des Verfahrens. Dies gelte auch für die Hüppe Deutschland GmbH mit Sitz in Bad Wörishofen. Während die Hüppe Gruppe im europäischen Ausland und in der Türkei in den vergangenen Jahren ähnlich wie die Hüppe Deutschland GmbH in 2025 einen positiven Geschäftsverlauf verzeichnen konnte, hätte die deutsche Produktionsgesellschaft nicht nur unter der rückläufigen Baukonjunktur sowie den gestiegenen Material- und Energiekosten gelitten. Zusätzlich erschwerten aus der Vergangenheit rührende finanzielle Belastungen die Ertragslage. Bis Ende Januar 2026 soll ein Sanierungsplan erstellt werden, der die notwendigen Schritte festlegt und die faire Behandlung der Gläubiger regelt. Die Hüppe GmbH in Bad Zwischenahn gehört zur Hüppe Gruppe, die elf weitere Vertriebs- und Produktionsgesellschaften in Europa und der Türkei umfasst. Seit 2021 gehört die Gruppe zu dem global tätigen Investor Aurelius und beschäftigt rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 240 davon in Deutschland. Produziert wird in Bad Zwischenahn und im türkischen Kapaklı/Tekirdağ (westlich von Istanbul). Die zum 1. Januar 2025 gegründete Hüppe Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Bad Wörishofen. Angesichts der aktiuellen Situation sehen wir uns zu einer grundlegenden Neuordnung verpflichtet. Julian Henco, Geschäftsführer der Hüppe GmbH Das Amtsgericht Oldenburg hat am 11. November 2025 auf Antrag der Geschäftsführung der Hüppe GmbH für die Gesellschaft, die Teil der Hüppe Gruppe ist, ein Schutzschirmverfahren mit anschließender Eigenverwaltung angeordnet. Hüppe GmbH: Duschplatz-Spezialist unter einem Schutzschirm Duschplatz-Spezialist unter einem Schutzschirm Bezahlbares Wohnen beginnt im Bad Europa leidet unter einem strukturellen Wohnungsproblem: zu wenige Neubauten, steigende Preise, lange Wartelisten für Sozialwohnungen. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Kommission eine neue Initiative gestartet: den European Affordable Housing Plan. Mit dem Plan will die EU die Wohnungsnot in Europa systematisch und langfristig bekämpfen. Ein Teil der Maßnahmen zielt darauf ab, die Investitions- und Baukosten zu senken. „Es ist aber genauso wichtig, auch die Betriebskosten in den Fokus zu nehmen“, betont Dr. Laura Dorfer, Geschäftsführerin des Industrieverbunds VDMA Sanitärtechnik und -design. Steigende Energiekosten haben in den letzten Jahren die Wohnnebenkosten in die Höhe getrieben und zu einer „zweiten Miete“ werden lassen. „Der EU-Plan sollte daher Maßnahmen definieren, die langfristig niedrige Betriebskosten sicherstellen. Das ist der Schlüssel für mehr Sozialverträglichkeit in der Wohnraumpolitik“, sagt Dorfer. Foto: Hüppe GmbH Foto: Duravit AG Instant Messaging vor visuellen und multimedialen Networks Amerikanische Hotelprofis zu Gast Investitionen für Duschkabinen Bezahlbares Wohnen beginnt im Bad Elf neue Fliesenleger-Führungskräfte
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