Panorama Panorama 6 7 steinkeramiksanitaer.de IV. Quartal 2025 steinkeramiksanitaer.de IV. Quartal 2025 §§ Mehr Informationen und alle Adressen im Register ab Seite 44 Teure Beratung Berät ein Architekt seine Kunden über Fördermittel und Fördermöglichkeiten, muss er Schadenersatz in Höhe der möglichen Fördermittel leisten, wenn seine Tipps falsch waren und die Kunden keine Fördergelder von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten. In diesem Fall empfahl der Architekt, das Objekt in Wohnungseigentum umzuwandeln, da dies eine Voraussetzung für die Gewährung von KfW-Fördermitteln im Rahmen des Programms „Energieeffizient Sanieren“ sei. Entsprechend stellte das Ehepaar den Antrag auf die Fördermittel noch bevor die Umwandlung des Hauses in Wohnungseigentum vollzogen war. Nachdem die Sanierungsarbeiten durchgeführt und die Umwandlung in Wohnungseigentum abgeschlossen waren, rief das Ehepaar die Fördermittel ab. Die KfW verweigerte jedoch die Auszahlung, da nach den Förderbedingungen nur Eigentümer von bestehenden Eigentumswohnungen antragsberechtigt seien. Eine Umwandlung in Wohnungseigentum erst nach Antragstellung genüge dagegen nicht. Die nun entgangenen Vorteile verlangten die Eigentümer von dem Architekten ersetzt. Die Kammer gab der Klage statt. Da die Information über die Voraussetzungen für die KfW-Förderung der geplanten Maßnahme unzureichend gewesen sei, habe er seine Schutzpflichten aus dem Beratungsvertrag verletzt. Die entgangenen Fördermittel in Höhe von rund 60 000 Euro musste er erstatten. (LG Frankenthal, Az. 7 O 13/23) Täuschung beim Hauskauf Zeigen sich nach dem Kauf einer gebrauchten Immobilie gravierende Schäden oder Probleme mit der Baugenehmigung, hat der Erwerber oftmals keine Handhabe, gegen den Verkäufer vorzugehen. Denn in praktisch allen Hauskaufverträgen findet sich ein Ausschluss der Haftung für Mängel jeglicher Art. Der Käufer muss dann die Kosten der Mangelbeseitigung selbst tragen. Dass ein Rückgriff auf den Verkäufer in Ausnahmefällen doch möglich ist, so der Stuttgarter Rechtsanwalt, Fachanwalt für Erbrecht und Arbeitsrecht Michael Henn, zeigt eine aktuelle (noch nicht rechtskräftige) Entscheidung des Landgerichts Frankenthal (Pfalz), vom 01.10.2025, Az. 6 O 259/24. Danach kann ein Hauskauf trotz Haftungsausschluss erfolgreich angefochten werden, wenn der Verkäufer den wahren Zustand des Hauses verschleiert hat. Denn die Haftung lässt sich nicht wirksam ausschließen, wenn der Käufer arglistig getäuscht worden ist. Im Maklerexposé wurde das Haus unter anderem als „liebevoll kernsaniert“ beworben. Die Verkäuferin verschwieg jedoch wichtige Informationen. Damit entsprach nach Ansicht des Gerichts das Haus nicht der Beschreibung im Maklerexposé, das wie eine öffentliche Äußerung der Verkäuferin zu werten sei. (Quelle: DASV) In einer neuen Social-Media-Kampagne unter dem Claim „Ist das Kunst oder kann das weg?“ wird die „tolle Rolle“ zum kreativen Protagonisten. Es ist nicht zu leugnen: Witzig sind die zehn Motive allemal, die sich die Marketing-Strategen des Lingener Unternehmens ausgedacht haben. Wer ihnen allerdings auf Instagram und LinkedIn begegnet, soll sich jedoch nicht für die Klo-Rolle begeistern, zumal sie überhaupt nicht im Sortiment von Emco Bad zu finden ist. Vielmehr geht es um Ausstattungsmodule fürs Bad, deren Bekanntheit man beim Bauvolk steigern möchte. Ziel sei es, Designfans und Modernisierer gleichermaßen zu inspirieren und zu zeigen, dass Ästhetik im Bad keine Kunst, sondern eine Frage des richtigen Moduls ist, in diesem Fall Unterputzlösungen vom Typ „Asis“, die das Bad nicht nur aufräumen, sondern aufwerten sollen. Emco Brand Manager Dietmar Stephan ist überzeugt, dass die Module vielseitige Eyecatcher sind, die das Bad designorientiert aufwerten und darüber hinaus funktionalen Mehrwert und echten Raumgewinn bieten. Und das, siehe oben, obwohl sie als Unterputzlösung in der Wand verschwinden. Immerhin: Bestimmte Module dieser Ausstattungsserie eignen sich durchaus auch zur Aufbewahrung der Klo-Rolle. Mehr dazu: https:// www.emco-bath.com/de/kunst/ „SoMe“-Kampagne mit der Rolle „SoMe“-Kampagne mit der Rolle Während in der letzten Zeit immer intensiver über das Aus der gemeinen Klo-Rolle diskutiert wird, weil ein Dusch-WC so viel hygienischer und praktischer ist, bricht Bad-Ausstatter Emco Bad aktuell eine Lanze für eben dieses Objekt. Nicht wenige Fachleute sind heute der Meinung, sie, die Klo-Rolle,könne eigentlich weg, weil es hygienischere Lösungen wie das DuschWC gibt. Die Kreativen des Badausstatters aber geben ihr eine durchaus witzige Bühne. Dass sie damit auf die Möglichkeit hinweisen wollen, sie in einem Auststattungsmodul verschwinden zu lassen, erfährt man erst auf dem zweiten Blick . Fotos: Emco Bad Ein so genannter „Fischer Baubot“ hat sich einen Guinness World Records-Titel gesichert. Im 24-StundenDauereinsatz bohrte der Baubot Löcher in Beton in drei Richtungen Wand, Boden, Decke und setzte damit neue Maßstäbe für die Baurobotik. Dabei habe der Roboter durch hohe Präzision, Ausdauer und Praxistauglichkeit überzeugt, so die Guinness-Juroren. Der Lohn: Offizieller Guinness World Records-Titelträger für die meisten Bohrlöcher, die von einem teilautonomen Roboter innerhalb von 24 Stunden gebohrt wurden. Beim zertifizierten Rekordversuch am 10. und 11. September 2025 im firmeneigenen Testzentrum der Fischer-Gruppe in Traiskirchen, Österreich, wurden 3 717 vollständig abgeschlossene Bohrungen erstellt. Jedes Bohrloch entsprach den vorgegebenen Spezifikationen: mindestens 10 mm Durchmesser und 50 mm Tiefe ohne Überlappungspunkte. Bei den Bohrungen demonstrierte der Roboter über die gesamte Dauer von 24 Stunden hinweg mit lediglich kurzen, geplanten Stopps zum Werkzeug- und Bohrer-Wechsel eine zuverlässige Leistung in allen drei Richtungen. Erzielt wurde der Weltrekord unter Einhaltung aller Sicherheits- und Prüfanforderungen und unter Kontrolle durch unabhängige Zeugen sowie einen offiziellen Guinness World Records Schiedsrichter, der das Ergebnis gemäß den offiziellen Richtlinien bestätigte. Weltrekord im Löcher bohren Weltrekord im Löcher bohren Foto: Fischer BAUBOT Im Fokus im Rahmen der Umfrage standen der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die sinkende Gründungsbereitschaft, der anhaltende Trend zu Teilzeittätigkeit sowie Erfahrungen mit Bauämtern und der wachsende Einfluss von DIN-Normen. Danach nutzen erst 29 Prozent der Architektinnen und Architekten KI-Tools in ihrem Büroalltag, meist auch noch in der Erprobungsphase. Während erste Anwendungen zur Prozessoptimierung eingesetzt werden, spielt KI im kreativen Bereich bislang kaum eine Rolle. Gleichzeitig belasten die durch verpflichtende Cloud- und Abo-Modelle steigenden Softwarekosten die Büros erheblich. Gründungsbereitschaft nimmt ab Finanzielle Unsicherheit, eine vermutete schlechte Work-Life-Balance sowie bürokratische Hürden dämpfen die Lust auf Selbstständigkeit. So würden aktuell 41 Prozent der angestellten Architektinnen und Architekten eine eigene Bürogründung ausschließen. 2015 waren es noch 38 Prozent. Darin sieht Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, angesichts des hohen Durchschnittsalters und zahlreicher anstehender Büroübergaben eine Gefährdung der Zukunftsfähigkeit kleinerer Büros. Weitere Informationen und alle Ergebnisse zu den Teilgebieten gibt auf der Website der BAK: https://bak. de/kammer-und-beruf/daten-fakten/umfragen-kammermitglieder/berufspolitische-befragung-2025/ KI, Teilzeit und Bürokratie prägen Berufsalltag KI, Teilzeit und Bürokratie prägen Berufsalltag Die Bundesarchitektenkammer (BAK) hat die Ergebnisse ihrer berufspolitischen Befragung 2025 veröffentlicht. Mehr als 15 600 Kammermitglieder (Selbstständige wie Angestellte) haben Auskunft über aktuelle Trends, Herausforderungen und Perspektiven im Berufsalltag gegeben. Weihnachtsmärkte gehören zu den Höhepunkten der Adventszeit. Doch jedes Jahr fallen hier große Mengen Plastikmüll an. Als Verfechter der Kreislaufwirtschaft unterstützt Sanitärhersteller Kaldewei gemeinsam mit dem WWF Deutschland und dem Deutschen Städtetag die Initiative „Müllfreie Veranstaltungen – Mehrweg auf Weihnachtsmärkten“ mit dem Ziel, trotz Genuss weniger Müll zu produzieren. Für das Ahlener Unternehmen, das für langlebige, kreislauffähige Badlösungen aus StahlEmaille steht, ist dieses Engagement eine Fortsetzung der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie. Dass Mehrweg auch bei großen Besucherströmen funktioniert, zeigt ein Beispiel aus der Mehrwegallianz, die der WWF mitgegründet hat: Beim „Die Ärzte“-Konzert in Berlin im August 2024 konnten durch die Umstellung auf Mehrweg über 57 000 Einwegprodukte eingespart werden. Auch auf den aktuellen Weihnachtsmärkten sei das Einsparpotenzial hoch: Bei Einsatz von Mehrweggeschirr ließen sich jährlich rund 3 500 Tonnen Abfall und 6 600 Tonnen CO2 vermeiden. Während Getränke vielerorts bereits in Pfandtassen oder -gläsern ausgegeben werden, soll dies nun auch für Speisen umgesetzt werden. Eine Roadmap von WWF, ProjectTogether und Deutschem Städtetag soll künftig als Leitfaden dienen. Mehr Informationen: https://www.wwf.de/zusammenarbeitmit-unternehmen/kaldewei Weihnachtsmärkte ohne Müll und Plastik Weihnachtsmärkte ohne Müll und Plastik ý ý ý ý Täuschung beim Hauskauf Teure Beratung
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