Genehmigungs-Boom gebremst

16.3.2018
Nach den Jahren mit einer überdurchschnittlichen Zunahme der Baugenehmigungen kehrte im Jahr 2017 wieder Normalität ein. So hat das statistische Bundesamt in Wiesbaden einen Rückgang der Baugenehmigungen von Neubauwohnungen in Wohngebäuden gegenüber dem Vorjahr von 1,9 Prozent errechnet.
Für alle Baumaßnahmen zusammengenommen (Wohn- und Nichtwohngebäude) sei allerdings ein Rückgang von 7,3 Prozent zu verzeichnen gewesen sei, was der stark gesunkenen Zahl der Genehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen (‑41 Prozent beziehungsweise ‑10 500 Wohnungen) geschuldet sei. Außerdem sei die Zahl der Wohnungen, die durch genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, ebenfalls deutlich zurückgegangen(‑19,5 Prozent beziehungsweise ‑10 200 Wohnungen).
Mit den 27 300 weniger Baugenehmigungen von Wohnungen insgesamt gegenüber 2016 war damit nach Berechnung des Bundesamtes die Zahl der genehmigten Wohnungen erstmals seit 2008 niedriger als im jeweiligen Vorjahr. Von 2008 bis 2016 waren die Zahlen kontinuierlich gestiegen. Insgesamt wurde im Jahr 2017 der Bau von 348 100 Wohnungen genehmigt. Darunter fallen alle Genehmigungen für Baumaßnahmen zur Erstellung neuer sowie bestehender Wohn- und Nichtwohngebäude.
Die Zahl der Baugenehmigungen von Neubauwohnungen in Wohngebäuden hat im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent (‑15 900 Wohnungen) abgenommen. Dabei nahm die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Einfamilienhäusern um 5 Prozent ab und in Zweifamilienhäusern um 2,7 Prozent. Die Zahl der Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser blieb dagegen nahezu unverändert. Stark gesunken ist demgegenüber die Zahl der Genehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen wie zum Beispiel Flüchtlingsunterkünften (‑41,0 Prozent).
Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude stieg im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,6 Millionen Kubikmeter auf 217,1 Millionen Kubikmeter (+0,3 Prozent). Dieser Anstieg sei ausschließlich auf eine Steigerung bei den nichtöffentlichen Bauherren um 0,8 Prozent zurückzuführen. Die Genehmigungen bei den öffentlichen Bauherren gingen um 4,4 Prozent zurück.

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