Weiter Antidumping-Zölle auf China-Importe

30.11.2017
Die Europäische Kommission hat Ende November im Europäischen Amtsblatt ihre Entscheidung veröffentlicht, die Antidumping-Zölle gegen Importe keramischer Wand- und Bodenfliesen aus China um fünf Jahre zu verlängern. Damit entspricht sie dem Antrag des europäischen Verbands der Hersteller Keramischer Fliesen „CET“, dem neben dem Bundesverband Keramische Fliesen (BKF) auch Fliesenherstellerverbände aus Italien, Spanien, Frankreich, Portugal, Großbritannien und anderen europäischen Mitgliedsstaaten angehören.
Bereits 2010 hat die Europäische Kommission Strafzölle auf Importfliesen aus China verhängt. Sie betragen zwischen 32 Prozent und 69 Prozent. Ziel war es, gleiche und faire Wettbewerbsbedingungen wieder herzustellen, da die Exporte aus China unter Wert nach Europa verkauft wurden. Auf Betreiben des CET hat die Europäische Kommission den Sachverhalt jetzt erneut geprüft und festgestellt, dass keramische Fliesen aus China unter anderem wegen enormer Überkapazitäten weiterhin unter Wert exportiert werden und daher „ein unverändert hohes Schädigungspotenzial für die europäische Wirtschaft darstellen“. Der europäische Fliesenherstellerverband sieht damit die von der europäischen Fliesenindustrie vorgetragenen Fakten und Befürchtungen bestätigt. Diese Entscheidung sei, so kommentiert CET Präsident Jose Lanuza die Entscheidung „für die europäische Fliesenindustrie mit ihren ca. 60 000 direkten Arbeitsplätzen überlebenswichtig, um unter gleichen Wettbewerbsbedingungen auch künftig Investitionen und Innovationen zu ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern“.

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