Mit einer spektakulären Höhe von (voraussichtlich) über einem Kilometer wird der „Jeddah Tower“ in Saudi-Arabien (ursprünglich Kingdom Tower) nach seiner Fertigstellung alle bisherigen Bauwerke der Menschheit in den Schatten stellen. Ob der Turmbau zu Babel tatsächlich Wirklichkeit war und nicht nur die bekannte und berühmte Erzählung aus dem Alten Testament (Genesis 11,1–9) über den Ursprung der verschiedenen menschlichen Sprachen ist, konnte trotz aller archäologischer Fortschritte bislang nicht schlüssig geklärt werden. Gefunden wurden lediglich archäologische Reste und Fundamente des historischen Vorbilds, dem babylonischen Stufentempel Etemenanki. Fakt aber ist, dass er bis heute das Sinnbild für menschlichen Größenwahn und ehrgeizige Megaprojekte der Menschheit ist. Wer im Jahr 2028 in Dschidda, einer Saudi-arabischen Küstenstadt am Roten Meer, in 1 000 Meter Höhe auf der Spitze des „Jeddah Towers“ stehen sollte, für den ist einige tausend Jahre nach dem vermuteten Turmbau dieser Größenwahn Realität.
Auch wenn die heutige Welt nicht gerade arm ist an „Turmbau Rekorden“ (höchstes Gebäude derzeit: Burj Khalifa mit knapp 830 Metern), der „Turmbau“ von Dschidda stellt alle Rekorde ein. Geplant gewesen sein sollen angeblich ursprünglich 1 600 Meter, was in etwa einer Landmeile entspricht und dem Turm den ursprünglichen Namen „Mile High Tower“ gab. Dem hätten aber, wie verschiedene nicht bestätigte Quellen berichten, die Statik, insbesondere des Baugrundes, einen Strich durch Rechnung gemacht. Nach einem mehrjährigen Baustopp wurde die Arbeit inzwischen wieder aufgenommen. Aktuell (Frühjahr 2026) wurde die Marke von 100 Stockwerken überschritten. Damit hatte eine Höhe von rund 430 Metern und 100 Stockwerken. Etwa 6 000 Beschäftigte arbeiteten rund um die Uhr an dem Projekt. Wie hoch er dann wirklich werden soll, wird nicht kommuniziert. Auch über die Kosten wird spekuliert. Angeblich soll der Turm am Ende Baukosten in Höhe von umgerechnet 1,5 Milliarden Euro verschlungen haben.
Keine Frage ist natürlich, dass sich Hersteller von Bautechnik solche spektakulären Projekte nicht als „Leuchtturm-Referenzen“ entgehen lassen. So meldete sich kürzlich der Befestigungs-Hersteller Fischer aus dem Nordschwarzwald mit der Meldung zu Wort, dass auch Schwarzwälder Stahlanker und chemische Befestigungslösungen dem Mega-Projekt Halt geben würden. Zudem seien Expertinnen und Experten aus dem Schwarzwald vor Ort und würden die Baubeteiligten bis zum Projektabschluss begleiten.
Weshalb die Kingdom Holding Company unter der Führung des saudi-arabischen Milliardärs Prinz Al-Walid ibn Talal sowie weiteren Partnern wie der Saudi Binladin den Standort Dschidda gewählt hat, ist nicht überliefert. Immerhin ist am Ufer des Roten Meeres, wo sich antike Handelsrouten treffen, aus einer bescheidenen Hafenstadt in nur fünf Jahrzehnten eine pulsierende Millionenstadt geworden. Heute gilt die Stadt als Schmelztiegel aus Tradition und Technik, aus Basar und Business, aus Vergangenheit und Vision und ist damit zu einem Gegenpol von Dubai und der Vereinigten Arabischen Emiraten geworden.
Mehr weiß Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Jeddah_Tower
Mehr Informationen über das Befestigungsmaterial:: https://www.fischer.group/de-de
