Keine Geschäfte mit Russland

Die Hauptverwaltung in Mettlach (Foto: Villeroy & Boch)

8.3.2022
Die große Besorgnis über die aktuelle kriegerische Lage in Osteuropa bleibt auch in der deutschen keramischen Industrie nicht ohne Folgen. So äußerte aktuell die Mettlacher Villeroy & Boch AG in einem Statement ihre Bestürzung über den Krieg in der Ukraine und verurteilt die kriegerischen Handlungen der russischen Regierung. Wie es darin heißt, gelte die Sorge und Solidarität den Mitarbeitenden, Geschäftspartnern und allen Menschen in der Ukraine. Höchste Priorität habe der Schutz und Sicherheit der Mitarbeitenden in der Region, mit denen das Unternehmen in engem Kontakt stünde.

Zwar sei Russland, Belarus und die Ukraine mit unter 3 Prozent nur zu einem geringen Teil am Umsatz des Mettlacher Keramik-Konzern beteiligt, mit einem aktuell ausgesprochenen Auftragsstopp wolle man dennoch ein Zeichen setzen. Villeroy & Boch lässt hier die Geschäfte bis auf weiteres ruhen und wird die Lage neu bewerten, sobald die Situation es zulässt. Auch die Teilnahme an der russischen Messe „Mosbuild“ (29. 3. bis 1. 4. 2022) wurde abgesagt. Villeroy & Boch betreibt in der Ukraine und in Russland keine Produktionsstätten.

Explizit auf den Ukraine-Krieg zurückzuführende Versorgungsengpässe bezüglich der Rohstoff-Versorgung sieht das Unternehmen aktuell nicht, da man sich auf nationalen Lieferanten und Netzbetreiber stützt. Sorgen bereiten allerdings die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen.

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