Mehr Genehmigungen als Fertigstellungen

20.11.2019
Obwohl laut Statistischem Bundesamtes im Zeitraum von Januar bis September 2019 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent zurückgegangen ist, bleibt die Zahl genehmigter Wohnungen auf hohem Niveau, ein Trend, der seit 2016 anhält. So wurde laut Statistiker von Januar bis September 2019 in Deutschland der Bau von 257 900 Wohnungen genehmigt. Das waren 1,9 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Erfasst wurden sowohl neue Gebäude als für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden.
Die Zahl der von Januar bis September 2019 genehmigten Wohnungen befindet sich damit im längeren Zeitvergleich auf einem hohen Niveau. Mehr als 250 000 genehmigte Wohnungen im Zeitraum von Januar bis September eines Jahres gab es seit der Jahrtausendwende ausschließlich in den Jahren ab 2016.
In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis September 2019 rund 221 800 Wohnungen genehmigt. Dies waren 3 Prozent bzw. 6 900 Wohnungen weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser sei geringfügig um 0,5 Prozent gestiegen. Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sank dagegen um 1,5 Prozent, die für Mehrfamilienhäuser um 3,4 Prozent.
Für die Wiesbadener Statistiker ist die Zahl der Baugenehmigungen ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung der zukünftigen Bauaktivität, da Baugenehmigungen geplante Bauvorhaben darstellen. Die tatsächliche Entwicklung der Bautätigkeit werde allerdings durch die Entwicklung der Baufertigstellungen dargestellt. Allerdings würde die Zahl der Bauvorhaben, die noch nicht begonnen beziehungsweise noch nicht abgeschlossen wurden (der sogenannte Bauüberhang), seit einigen Jahren ebenfalls zunehmen.

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