Nachhaltigkeitspreis für Orte für Menschen
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat die Anwärter auf den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur gekürt. Danach haben es in diesem Jahr neun Projekte in die Endauswahl geschafft, unter anderem auch einige sanierte Bestandsgebäude unterschiedlicher Nutzung. Viele der von einer Fachjury ausgewählten Projekte setzen auf Lowtech-Lösungen und die Wiederverwendung von Materialien. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr zum 14. Mal von der DGNB gemeinsam mit der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis vergeben. Die Bekanntgabe der Finalisten und des Gewinners erfolgt am 21. Oktober 2026 beim Forum Nachhaltige Architektur in Mannheim.
Nachhaltige Architektur verfolge keinen Selbstzweck, sondern sei das Ergebnis eines Austarierens zwischen den Qualitäten für die
Nutzenden, den architektonischen und städtebaulichen Qualitäten, einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und einer langfristigen Bezahlbarkeit, betont Prof. Amandus Samsøe Sattler, DGNB-Präsident und Vorsitzender der Jury.
Zu den neun Nominierten gehören unter anderem der Moabiter Kinderhof in Berlin, nach Einschätzung der der Jury ein Vorzeigeprojekt sozialer Teilhabe. Die in Holz-Stahl-Hybridbauweise konstruierte Josef-Schwarz-Schule in Heilbronn liefere eine zukunftsweisende Antwort auf die Herausforderungen dichter, innerstädtischer Standorte. Ebenfalls in die engere Auswahl kam das denkmalgeschützte Verwalterinnenhaus der Komturei Werben, wo umfangreiche partizipative Prozesse dazu geführt haben, dass die Revitalisierung auf sorgfältige und qualitätsvolle Weise erfolgt ist. Unter den Nominierten sind auch drei Wohnbauprojekte in Leipzig, Ingolstadt und München.
Die Übersicht über alle Nominierten sowie die jeweiligen Jurybegründungen stehen online unter www.dgnb.de/dnp-architektur zur Verfügung.
