Wieder Zuschüsse zur Barrierereduzierung

9.8.2018
Ab sofort können private Eigentümer und Mieter wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Barriere Reduzierung bei der KfW beantragen. Zudem erhöht das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) die verfügbaren Fördermittel für Einbruchschutz für dieses Jahr auf 65 Mio. Euro. Bislang standen 50 Mio. Euro für die Einbruchschutzförderung bereit. Das BMI und die KfW reagieren damit auf die anhaltend hohe Nachfrage für den Einbruchschutz.
Für Bundesinnenminister Horst Seehofer bleibt die Wohnungspolitik eine zentrale Aufgabe der Bundesregierung. Bei allen Maßnahmen, vor allem im Wohnungsbestand, müssten insbesondere die Auswirkungen des demografischen Wandels in Deutschland beachten werden. Dies gilt ebenso für das hohe Bedürfnis nach Sicherheit in der Bevölkerung. Auch Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe, verweist auf die Dringlichkeit der Förderung: „Die hohe Nachfrage nach der KfW-Zuschussförderung für die Barrierereduzierung und den Einbruchschutz zeigt die große Relevanz der Programme.“
Bereits Mitte 2017 mussten Anträge für Zuschüsse für Barriere reduzierende Maßnahmen abgelehnt werden, weil die bereit gestellten Mittel (75 Mio. Euro) aufgebraucht waren, sehr zum Leidwesen der Bonner „Aktion Barrierefreies Bad“, die gemeinsam mit den einschlägigen Branchenverbände als Träger der Aktion die damals noch amtierende „alte“ große Koalition zur Fortsetzung der Förderung drängten.
Wie Bundesinnenministerium und die Förderbank jetzt mitteilten, können wieder Anträge für Barriere reduzierende Maßnahmen gestellt werden. Das Bundesinnenministerium stellt hierfür erneut 75 Mio. Euro für 2018 zur Verfügung, um bauliche Maßnahmen in Wohngebäuden zu fördern, mit denen Barrieren im Wohnungsbestand reduziert und die Sicherheit erhöht werden. Zusätzlich ermöglichen die Zuschüsse den Schutz vor Wohnungseinbruch. Maßnahmen für den altersgerechten Umbau und den Einbruchschutz seien dabei frei kombinierbar. Wie es heißt, sind die Fördermittel auch im Finanzplan bis 2022 verankert, so dass für Planungssicherheit gesorgt ist.
Private Bauherren und Mieter können ihren Förderantrag vor Beginn der Vorhaben einfach im KfW-Zuschussportal online stellen und erhalten innerhalb weniger Augenblicke ihre Förderzusage, verspricht KfW. Informationen zu den Fördermöglichkeiten sind auf der Internetseite: www.kfw.de/info-zuschussportal oder über das KfW-Infocenter unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 539 9002 erhältlich.

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