Wohnungsbestand kaum gestiegen

16.08.2021
Ende 2020 gab es in Deutschland 42,8 Millionen Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Wohnungsbestand im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent oder 290 966 Wohnungen.

Im Vergleich zum Jahr 2010 erhöhte sich der Wohnungsbestand um 5,7 Prozent beziehungsweise 2,3 Millionen Wohnungen. Somit kamen Ende 2020 auf 1 000 Einwohnerinnen und Einwohner 515 Wohnungen und damit 20 Wohnungen mehr als zehn Jahre zuvor. Die Wohnfläche des Wohnungsbestandes belief sich Ende 2020 auf insgesamt etwas über 3,9 Milliarden Quadratmeter. Damit vergrößerte sie sich gegenüber dem Jahr 2010 um 7 Prozent. Die Wohnfläche je Wohnung betrug Ende 2020 durchschnittlich 92,0 m2, die Wohnfläche je Einwohnerin und Einwohner 47,4 m2. Damit haben sich die Wohnfläche je Wohnung seit dem Jahr 2010 um 1,1 m2 und die Wohnfläche je Einwohnerin und Einwohner um 2,4 m2 erhöht. Demgegenüber nahm die durchschnittliche Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner je Wohnung von 2,02 auf 1,94 ab.

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai 2021 um 6,4 Prozent gegenüber Mai 2020 gestiegen, trotz der im 2. Halbjahr 2020 geltenden ermäßigten Mehrwertsteuer. Dies sei der höchste Anstieg der Baupreise gegenüber einem Vorjahr seit Mai 2007 (+7,1 Prozent gegenüber Mai 2006). Im Mai 2007 hatte die damalige Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 Prozent auf 19 Prozent zu dem starken Preisanstieg beigetragen. Im Februar 2021, dem vorherigen Berichtsmonat der Statistik, waren die Preise im Vorjahresvergleich um 3,1 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Februar 2021 erhöhten sich die Baupreise im Mai 2021 um 3,6 Prozent.

Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen von Mai 2020 bis Mai 2021 um 7,3 Prozent. Den stärksten Anstieg gab es dabei bei den Zimmer- und Holzbauarbeiten. Sie sind aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Bauholz im In- und Ausland um 28,5 Prozent teurer geworden. Die Preise für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten stiegen um 8,3 Prozent, für Klempnerarbeiten erhöhten sie sich um 8,1 Prozent und für Entwässerungskanalarbeiten um 7,8 Prozent. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und am Gesamtindex haben die Betonarbeiten und die Mauerarbeiten. Hier stiegen die Preise für Betonarbeiten um 6,6 Prozent und für Mauerarbeiten um 4,8 Prozent.

Die Preise für Ausbauarbeiten nahmen im Mai 2021 gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent zu. Für Estricharbeiten erhöhten sie sich um 7,4 Prozent, bei Wärmedämm-Verbundsystemen und bei Metallbauarbeiten stiegen sie um jeweils 6,3 Prozent. Tischlerarbeiten, die Bauarbeit mit dem höchsten Anteil an den Ausbauarbeiten, kosteten 5,8 Prozent mehr als im Mai 2020.

Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) nahmen gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent zu. Die Neubaupreise für Bürogebäude stiegen um 6,2 Prozent und für gewerbliche Betriebsgebäude um 6,6 Prozent.

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