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Der Fliesenmarkt weiter unter Druck

5.6.2019
Die Entwicklung des deutschen Fliesenmarktes bleibt trotz stabiler konjunktureller Rahmenbedingungen mit stetigem Wachstum bisher jeweils über 2 Prozent im Jahr spannend. Im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld entwickelt sich die Baukonjunktur nach wie gut. Impulsgeber war und ist der Wohnungsbau. Laut einer Information des Bundesverbandes Keramische Fliesen (BKF) ist in diesem Segment der baugewerbliche Umsatz 2018 um +11,5 Prozent gewachsen und damit vergleichsweise ebenso stark wie im Vorjahr. Besonders profitiert haben danach kleinere Betriebe mit bis 19 Mitarbeitern. Größere Betriebe mit 20 Mitarbeitern und mehr konnten im Vergleich lediglich +4,9 Prozent Umsatz zulegen.
Allerdings konnte die keramische Fliese in Deutschland nach Feststellung des Verbandes von dieser positiven Entwicklung trotz großer Nachfrage nicht profitieren. So sei der Absatz keramischer Fliesen auch in 2018 rückläufig (-3,3 Prozent) gewesen. Das betraf auch die Fliesen-Importe. So mussten 2018 selbst die erfolgsverwöhnten italienischen Fliesenproduzenten Absatzeinbußen hinnehmen. Insgesamt zeigen die statistischen Daten ein sehr unterschiedliches Bild für die verschiedenen Importländer. Während einige Absatz verloren haben (z.B. Italien, China, Portugal), haben spanische und polnische Hersteller Absatzvolumen hinzugewonnen. Unterm Strich betrugen die Einfuhren ca. 103,6 Million m² und liegen somit ‑0,76 Prozent unter dem Vorjahr. Der Erlös aller Importe variiert zwischen 4,9 € und 14,0 €; im Durchschnitt liegt er bei 10,9 €.
Wie es der Mitteilung des BKF weiter heißt, hätten sich in Deutschland die kürzlich verkündeten Werksschließungen bereits im Jahr 2018 auf das Produktionsvolumen ausgewirkt, das dadurch ca. 4,5 Prozent unter dem Vorjahresergebnis lag. Gleichzeitig haben die Exporte in 2018 um 3,6 Prozent zugenommen. Die drei wichtigsten Exportländer für die deutschen Fliesenhersteller sind die Niederlande, Österreich und die Schweiz.

Der 10-Jahres-Vergleich zeigt: keramische Fliesen haben in der Gunst der Bauherren zugelegt (Grafik: BKF)

Der 10-Jahres-Vergleich zeigt: keramische Fliesen haben in der Gunst der Bauherren zugelegt (Grafik: BKF)

Der positive Aspekt der Bilanz ist die Tatsache, dass seit 2008 der Marktanteil der keramischen Fliese an Bodenbelägen von 14 Prozent auf ca. 24 Prozent gestiegen ist. Umfragen zeigten zudem, dass keramische Fliesen ein beliebtes Gestaltungselement im Haus- und Wohnungsbau geworden sind, das betrifft besonders Marksegmenten wie Einfamilienhäusern in Fertigbauweise oder Niedrig-, Null- oder Plusenergiehäusern.
Insgesamt herrscht im Markt der Bodenbeläge derzeit durch neue Belagsmaterialien ein hoher Konkurrenzdruck, der auch an der Fliese nicht vorbeigeht. Den größten Rückgang in den vergangenen 10 Jahren verzeichneten textile Bodenbeläge mit 9 Prozent am Gesamtmarkt. Einer der wesentlichen Gründe für die derzeit rückläufige Entwicklung des Inlandsmarktes ist nach Einschätzung von Branchenkenner die fehlende Verlege-Kapazitäten. In Bereichen, in denen die Verlegearbeiten von anderen Gewerken mit übernommen werden, erobert die Fliese hingegen neue Märkte. Ein Beispiel ist der Garten und Landschaftsbau, wo die neuen Outdoor-Fliesen bzw. Platten in 2 cm-Stärke seit ein paar Jahren erfolgreich andere Belagsmaterialien verdrängen.
Insgesamt erwarten die Mitgliedsunternehmen des BKF für 2019, dass sich der Inlandsmarkt überwiegend stabil auf dem Vorjahresniveau entwickeln wird. Allerdings seien nach Worten von BKF_Vorsitzenden Peter Wilson neue Konzepte und Ansätze erforderlich, die von allen Branchenpartnern entwickelt und getragen werden: „Mit Blick auf die derzeitige Beliebtheit der keramischen Fliese sind wir jedoch zuversichtlich“.

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