Mehr Umsatz dank höherer Preise

10.12.2018
Die nach wie vor blühende Baukonjunktur lässt das Bauhauptgewerbe frohlocken. Aber nicht alle sind dabei glücklich. Zwar meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) für den Juli 2018 eine Umsatzsteigerung im Bauhauptgewerbe um 9,9 Prozent gegenüber dem Juli 2017. Gleichzeitig mussten Bauherren für die Bauleistungen in diesem Jahr deutlich mehr bezahlen. Denn laut Bundesamt stiegen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude deutlich. Sie lagen danach im August 2018 um 4,6 Prozent gegenüber August 2017. Das sei der stärkste Anstieg der Baupreise gegenüber dem Vorjahr seit November 2007 (+5,7 Prozent gegenüber November 2006) gewesen. Im Vergleich zum Mai 2018 erhöhten sich die Baupreise im August 2018 um weitere 1,3 Prozent.
Dabei waren praktisch alle Bauleistungen von der Teuerung betroffen, am deutlichsten die Erdarbeiten mit einem Plus von 7 Prozent, gefolgt von Rohbauarbeiten an Wohngebäuden mit +5,8 Prozent (August 2018 gegenüber August 2017). Für Heizungsanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen musste binnen Jahresfrist 3,6 Prozent mehr bezahlt werden.
Profitiert hat von der Konjunktur die Zahl der Beschäftigten. Sie stieg im Bauhauptgewerbe 2,4 Prozent (Juli 2018 gegenüber Juli 2017). Laut Destatis verbuchten alle Wirtschaftszweige des Bauhauptgewerbes Umsatzzuwächse im Vorjahresvergleich. Im Hochbau waren die Umsätze im Juli 2018 um 5,7 Prozent und im Tiefbau um 16,9 Prozent höher als im Juli 2017. Im Vergleich zu den ersten sieben Monaten 2017 stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe in den ersten sieben Monaten 2018 um 6,6 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 2,5 Prozent.

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