Spanische Fliesen punkten im Export

Foto: Tile of Spain/Marazzi/Iberia

Die spanische Fliesenindustrie gehört weiterhin zu den Export stärksten Wirtschaftszweigen der Spanier. So erzielten die spanischen Fliesenhersteller im letzten Jahr allein durch den Export in 187 Länder rund 75 Prozent ihres Gesamtumsatzes. Somit setzte sich auch im Jahr 2017 der Wachstumstrend fort. Das belegen die kürzlich veröffentlichten Zahlen des Fliesenverbandes ASCER. Im vergangenen Jahr konnten die spanischen Fliesenhersteller ein stabiles Wachstum mit einer Umsatzsteigerung von circa 8 Prozent auf ca. 3,52 Milliarden Euro verzeichnen. Entsprechend wuchs auch die Produktion keramischer Wand- und Bodenfliesen in Spanien um etwa 8 Prozent auf 530 Mio. Quadratmeter.

Im Vergleich zu 2016 stiegen die Exporte um 5 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro. Insgesamt trugen 142 Hersteller zum Gesamtumsatz von 3,52 Milliarden Euro (+8%) bei. Der Handelsüberschuss betrug 2,5 Milliarden Euro. Das ist eine Rekordzahl für den spanischen Fliesensektor, die als drittgrößte Industriebranche des Landes gilt. Laut Feststellung des Verbandes exportiert Spanien aktuell mehr Fliesen als jedes andere Mitglied der Europäischen Union. Damit sei man der zweitgrößte Exporteur für keramische Wand- und Bodenbeläge weltweit.

Europa ist nach wie vor der wichtigste Markt für den spanischen Fliesensektor und verzeichnet 47,2 Prozent der gesamten Exporte. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang das starke Wachstum der Verkäufe in die USA (+24,51 Prozent), die bereits den zweiten Platz in der Liste der Zielländer belegen. In Deutschland als siebtgrößtes Zielland wurden im Jahr 2017 spanische Wand- und Bodenbeläge im Wert von 95,3 Millionen Euro abgesetzt. Dies entspricht einer Steigerung von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hat man offensichtlich nicht angemessen von der boomenden deutschen Baukonjunktur profitieren können. Intensive Gesprächen mit deutschen Handelsstrukturen wie dem VDF (Bundesverband des Deutschen Fliesenfachhandels). Dennoch bliebe die Bundesrepublik ein wichtiger Markt.

Probleme gibt es weiterhin auf dem Inlandsmarkt, auch wenn die Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2018 zeigen, dass der Umsatz auf dem Inlandsmarkt weiter steigen wird, aber vermutlich mit einer geringeren Rate als in den letzten drei Jahren. Bleibt die Zuversicht im Export. So erwartet ASCER trotz der anhaltenden Unsicherheiten wie den Brexit-Verhandlungen oder anderen negativen Auswirkungen in kritischen Exportländern ein Exportwachstum zwischen sieben und neun Prozent.

Die positive Entwicklung des spanischen Fliesensektors zeigt sich auch im Besucherrekord der diesjährigen „Cevisama“, die Anfang Februar in Valencia stattfand. Spaniens Fliesenmesse überzeugte mit einem internationalen Publikum. Von den insgesamt 90 572 Fachbesuchern kamen circa 17 651 aus dem Ausland, womit sich die Messe als durchaus ebenbürtig mit der italienischen Fliesenmesse „Cersaie“ in Bologna empfohlen hat. Und das nicht zuletzt auch dank des im Vergleich zu Bologna modernen und attraktiven Messegeländes.

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